Ein freundlicher Mensch hat mir geraten, hier nach fachkundigen Tipps, und den geeigneten Handwerkern für ein Projekt zu suchen.
Um historische Uniformknöpfe des 18ten Jh.s originalgetreu nachzufertigen, benötige ich eine Prägevorrichtung.
Das entsprechende Dekors der Knöpfe ist von den Originalknöpfen kopiert, ein Handgraveur steht notfalls schon bereit.
Jedoch brauche ich noch Ahnungs-haltigen Input zur Aufteilung der Werkzeuge, zur Material wahl, zur idealen Härte und noch jemanden, der die Dinger auch anfertigen und härten kann.
Die Knöpfe sind grundsätzlich als schlichte Knöpfe aus Zinn gegossen, und werden dann durch Prägen verziert.
Die Knöpfe in zwei Größen (17mm Durchmesser und 24 mm Durchmesser) sind am Rand je ca 1mm dick, und in der Mitte dank schwacher Wöbung 2-2,5 mm. Auf der Rückseite befindet sich eine Kugelige Verdickung, in die eine Eisendraht-Öse eingegossen ist.
Anhand der Werkzeugspuren auf den originalen Knöpfen ist die Formteilung der Prägevorrichtung in direkter Knopfumgebung mMn vermutlich so, wi in dieser groben Skizze:

Ich bräcuhte hier idealerweise Tips und Feedback, ob das so klappen kann, wie man die Werkzeuge gestaltet damit sie auf einer Spindelpresse funktionieren, etc.
Z.B. brauche ich Tipps, welches Material sich am besten Eignet, welche Härte am haltbarsten ist, etc., unter berücksichtigung dass das ungehartete Material für den Handgraveur möglichst weich sein sollte.
Der Gedankengang bis jetzt, ist dass das oberwerkzeug ca 2mm vertieft ist, also etwas mehr als die 1mm Knopfdicke. Das oberwerkzeug sollte in der vertiefung den Durchmesser des fertigen Knopfes haben, der Knopfrohling ist minimal kleiner. Das unterwerkzeug ist dann bis ca 1/2mm im durchmesser (maximal) kleiner als der fertige knopf. Die erhöhung des Unterwerkzeuges ist dann ca 2 bis 2.5 mm hoch, damit unterschiede in der rohlingsdicke keine rolle spielen.
(In der Skizze ist die Aufnahme für den Ring des Knopfes vereinfacht. Soweit ich original Knöpfe richtig deute, ist im Unterwerkzeug eine aufnahme für die verdickung, und in diese ist dann nochmals ein relativ enger schlitz für den Ring eingearbeitet.)
Ziel ist am Ende die Produktion sehr hochwertiger, sauberer und gleichmäßiger Knöpfe, gemäß hist. Originalen.
Weitere Fragepunkte wären die Methoden die Werkzeuge an der spindelpresse anzubringen, wie man eine Führung ausreichend sicherstellt, um katastrophale Fehlausrichtungen zu verhindern (Knöpfe sind mir dann wurst, haptsache die werkzeuge bleiben heil!)
Zu guter Letzt: ist eine Spindelpresse überhaupt sinnvoll, oder overkill? Wie gesagt, die KKnöpfe sind aus Zinn.