Re: Jagddolch aus Damaststahl

31. Juli 2023 um 11:38
Hermann Meyer ( Knoesterpitter ), 29. Juli 2023 um 18:25

Guten Abend Elias,

Du hast einen schicken Dolch geschaffen, der mir sehr gut gefällt.

Danke für`s zeigen

Hermann

Danke Hermann!

Freut mich, dass er dir gefällt. 

 

Gruß, Elias 

Re: Jagddolch aus Damaststahl

31. Juli 2023 um 11:37
Willy Consten (WiCon), 22. Juli 2023 um 19:12
Jean Collin, 22. Juli 2023 um 13:05
Bestimmt toll, wenn denn Bilder dabei wären.

Sind doch Bilder dabei.

Ok, es ist ein bisschen lästig, die erst herunterladen zu müssen.

IrfanView meint, dass es sich um WEBP Dateien handerlt, zeigt sie aber trotzdem an.

 

p.s.: Schöner Dolch, sauber gefertigt, gefällt mir.

 

Willy

Jaa, das tut mir leid. Ich habe es Jean schon geschrieben, beim nächsten Post mach ich's richtig.

Und danke für das Lob!

 

Gruß, Elias 

Re: Jagddolch aus Damaststahl

31. Juli 2023 um 11:35
Jean Collin, 22. Juli 2023 um 13:05
Bestimmt toll, wenn denn Bilder dabei wären.

Es sind Bilder dabei, leider nur als Anhang zum Herunterladen. Beim nächsten Post mach ich's richtig, versprochen.

 

Gruß, Elias 

Jagddolch aus Damaststahl

21. Juli 2023 um 13:18

Meine neueste Kreation : ein Damaststahl-Jagddolch.

Die Klinge besteht aus zwei Stäben Torsionsdamast, welche jeweils im und gegen den Uhrzeigersinn tordiert und anschließend wieder geschweißt wurden.

Der Fingerschutz, sowie der Knauf wurden aus Puddeleisen geschmiedet und entsprechend geätzt. 

Der Griff besteht aus Hirschhorn, welches mir von der neuen Besitzerin im Vorfeld überlassen wurde.

Vom Damast bis hin zur Lederscheide habe ich alles selbst geschaffen. 

 

Danke fürs Anschauen und gerne Fragen, Anregungen oder Meinungen dalassen.

 

 

Elias Dietzel 

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Sanmai Tscherpermesser

2. Januar 2023 um 20:04

Eines meiner letzten Werke. Ein Sanmai Tscherpermesser (Bergmannsmesser).

Die Klinge besteht aus zwei Lagen Puddeleisen, welche eine Lage Kugellagermantelstahl umschließen. Nach mehreren Fehlerversuchen habe ich die Klinge in Öl gehärtet und großzügig (lange) angelassen.

Der Griff besteht aus Birkenholz und Hirschhorn, mit Messingblech als Zwischenstücken.

Die passende Lederscheide dazu habe ich auch selbst genäht. 

 

Das Tscherpermesser ist das traditionelle Messer eines Bergmann, zumindest in meiner Heimatregion, und wurde zum Reparieren verschiedener Werkzeuge, Leitern und zum Inspizieren der Balken unter Tage, sowie zum Schneiden von Wurst und Brot genutzt. 

 

Lasst mich gerne wissen, was ihr davon haltet und allen noch ein frohes neues Jahr. 

 

Grüße 

Elias Dietzel 

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Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

18. September 2021 um 17:16
Hallo Jean,

Danke für deine Erklärung was das Thema Kohleesse angeht. Ich schmiede selbst noch mit Propangas, will aber sobald, wie möglich wieder auf Kohle umsteigen.


Dann habe ich mich richtig erinnert, dass Kugellagerstahl ein tolles Zeug ist! :)
An Damast habe ich mich noch nicht versucht, dazu muss meine Esse noch ein wenig umgebaut werden. Steht aber definitiv noch auf der Liste! Feilen und Kugellager habe ich dann mehr als genug ;)

Verstehe. Und bei uns in der Berufsschule wurde immer so ein Wind um Faserverlauf und die Überlegenheit geschmiedeter Teile gemacht....

Ich versuche immer, das Beste, mir mögliche aus einem Stahl herauszuholen. Ganz nach dem Motto : Besser viel haben als brauchen.

Gruß 

Elias 

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

14. September 2021 um 06:42
Hallo Jean,

Das Ausschmieden bis zur fast Endform ist auch immer mein Ziel bei Messern etc.
Wenn ich mich nicht irre hat das auch etwas mit dem Faserverlauf im Stahl zu tun.

Was mich in naher Zukunft noch mehr beschäftigen könnte und wird wäre Kugellagerstahl, da sich mir eine mehr als reichliche Quelle ergeben hat. 
Könnte ich einfach so aus KL-Stahl eine Klinge schmieden oder müsste ich diesen zusammen mit einem C-haltigerem Stahl verbinden? 
 
Achso, erhitzt du eigentlich deine Werkstücke in Kohle oder Gas und warum? (Thema Aufkohlung des Stahl, Abbrand, Zunder, C-Gehalt Verlust) 

Danke für deine hochinteressanten und ausführlichen Antworten! 


Thüringen grüßt den Rest der Welt 

Elias 

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

14. September 2021 um 06:18
Hallo Sascha,

Dann habe ich Jeans Antwort eventuell falsch verstanden :) 


Gruß

Elias 

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

11. September 2021 um 08:56
Hallo Jean,

Hochinteressantes Thema, diese Werkstofftechnik.
Die theoretischen Grundlagen sind mir zwar bekannt, allerdings habe ich leider weder die Mittel, noch die Zeit vor jedem Schmiedeprojekt, den Stahl genaustens zu testen.

Auch beim Härte-und Anlassprozess stehen mir keine Messgeräte o.ä zur Verfügung, zumindest noch nicht ;)

Ich mache eine Funkenprobe und danach gehts meistens schon los, bin halt etwas ungeduldig, das ist unglaublich.

Bisher hatte ich mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen immer gute Erfahrungen gemacht, abgesehen von meinen zwei missglückten "Schwertern". Wobei selbst bei diesen ein sehr schönes, gleichmäßig und relativ feines Gefüge vorhanden war.

Solange es hält, ist alles gut Hehe.
Aber später will ich definitiv mehr auf die Werkstofftechnik achten/eingehen, vor allem, wenn es an Damast o.ä geht!

Grüße aus dem schönen Thüringen

Elias 

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

10. September 2021 um 19:47
Hallo Volker,

Für ein Outdoor oder Haumesser würde ich auch einen Federstahl bevorzugen.
Das stimmt, ich mache auch bei jeder Feile, die ich verarbeiten, vorher eine Bruchprobe, um auf Nummer sicher zu gehen.

Ich bedecke mein Haupt mit Asche, mit Leder brauchts wohl noch ein paar Versuche.

Danke für deine Meinung!

Grüße aus Thüringen

Elias

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

10. September 2021 um 12:14
Hallo Jean,

Erst einmal bin ich dankbar für jede Art der Rückmeldung und mit negativer Kritik habe(musste) ich schon lange gelernt, umzugehen. Ändern kann man sowieso nichts mehr ;).

Zur Messer Form : die Tscherper, die ich gesehen habe, hatten eventuell eine etwas breitere Klinge, eine Schleifkerbe oder Fehlschärfe konnte ich bei keinem erkennen.
Auch was die Klinge angeht wusste ich ehrlich gesagt nicht, was wirklich historisch akkurat war bzw. ist. 
Ich habe das Messer eben so gefertigt, wie ich es am Besten gehalten habe.


Bei der Lederscheide sehe ich selbst noch Verbesserungsbedarf. Leider habe/hatte ich noch nicht wirklich die Gelegenheit einem lederverarbeitendem Handwerker über die Schulter zu schauen und an ordentlichem Leder-Werkzeug mangelt es auch (noch).

Ich wollte eben das Messer nicht blank auf die Hand überreichen, aber eine neue, bessere Scheide nachzuschenken sollte auch kein Problem darstellen.


Bis jetzt kamen keine Beschwerden, weshalb ich davon ausgehe, dass das Messer so funzt, wie es soll. 


Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar für deine Tipps und deine Ratschläge, die werden beim nächsten Messer definitiv berücksichtigt!

Grüße aus Thüringen

Elias 

Re: Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

10. September 2021 um 11:50
Hallo Thomas,

Ich muss gestehen, ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Feilenstahl als Monostahl gemacht. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich die Klingen relativ lange anlasse (eventuell nicht ganz soo hart, wie andere Feilen-Klingen). 

Ein anderes Jagdmesser, welches ich noch vorhabe, zu posten, habe ich einem rigorosen Test unterzogen, vor allem auf die Klingenspitze bezogen und sie hat es weggesteckt, als wäre nichts gewesen.

Die Schneide des Messers liegt bei der Scheide in der Falte des Leders, nicht auf der Nahtseite, deshalb hoffe ich, dass die Scheide halten wird und keine Nacht aufgetrennt wird.

Danke für dein Feedback!  Es werden sicherlich noch einige Beiträge folgen - ich habe noch viele Projekte geplant. 


Gruß Elias 

Tscherper - traditionelles Bergmannsmesser

10. September 2021 um 09:13
Grüße Freunde der Schärfe,

Ich habe einen Freund, welcher schon seit vielen Jahren den Bergbau und Mineralien als sein Hobby auserkoren hat.
Deshalb habe ich vor einigen Wochen beschlossen, ihm ein traditionelles Bergmannsmesser zu fertigen.
Der oder das Tscherper wurde von den Kumpels benutzt, um Reparaturen an Leitern oder Werkzeug vorzunehmen, Holzgebälk in der Grube zu inspizieren aber auch ihre Mahlzeit "über den Daumen" zu schneiden und zu essen. 

In den folgenden Bildern seht ihr das Resultat meines Beschlusses.

Die Klinge besteht aus einer alten Feile, in Öl gehärtet. Der Griff ist aus einer alten Eichen-Fassdaube entstanden und wurde mit Messingplättchen vorn und hinten abgeschlossen.
Der Erl ist durchgängig und wurde hinten vernietet. Kein Kleber, keine Stifte und keine Schrauben. Eben so, wie es unsere Vorfahren wohl am Ehesten angestellt hätten.
Das Ganze wurde dann geschliffen und poliert. Den Griff habe ich mit simplen Leinöl zwei, dreimal eingepinselt. 
Das Messer war, zumindest als ich es aus der Hand gegeben habe, rasierscharf. 
Die Scheide besteht aus einfachem, weichen Leder und wurde in Handarbeit genäht.

Danke für eure Zeit und lasst mich gern eure Meinung wissen. 20210624_171209.jpg20210624_171212.jpg20210624_171216.jpg20210624_171255.jpg20210624_171137.jpg

Re: Restauration / Reparatur Feldschmiede

10. September 2021 um 06:23
Hallo Thomas,

Erst einmal danke!
Natürlich, ich füge die Bilder wieder ein :)

Grüße Elias 

Re: Restauration / Reparatur Feldschmiede

8. September 2021 um 14:11
Hallo,

Ich habe die Schüssel selbst geschweißt und die neu angelegte Feuer-Nähmaschine gleich mal ausgetestet. Die genaue Elektroden-Bezeichnung müsste ich selbst erst nachschlagen, aber wenn man beim Online-Großhändler seines Vertrauens nach Elektroden für Gußstahl sucht, dann wird man bestimmt sehr schnell fündig.
Generell ist nur zu sagen, dass diese Elektroden einen sehr hohen Kohlenstoff-Anteil haben müssen und auf dem Minuspol verschweißt werden.

Danke, wird nun gehütet und gepflegt, das schöne Stück.

Gruß, Elias