Maschinenbaufremder fragt: Flex-BS?

9. September 2013 um 11:20
Tja also ich habe in der Vergangenheit ne Menge Flex Um- bzw. Eigenbauten im Netz gefunden, zb. zum stationären Schleifen.
Da frag ich mich doch jetzt: Kann man aus einer Flex nicht einfach einen Bandschleifer bauen? Die eben als Motor nutzen indem man sie in einen Tisch mit Umlenkrollen etc. einbaut und eine Antriebsrolle auf die Welle der Flex setzen?
Die haben ja recht kräftige Motoren und sind günstig.. Auch haben die schon ein Gewinde auf der Welle, was es einfach macht, ein Antriebsrad aufzuschrauben.

Ich frage einfach mal so ins Blaue, da bei mir zu Hause der Bandschleiferbau immer am fehlenden Kraftstrom gescheitert ist. Ich habe auch mal einen Elektrokollegen gefragt wegen der Geschwindigkeit. Er sagte mir, da es ja nur Lichtstrom ist, könne man den Motor einfach über einen Dimmer regeln.

Für Gedanken, Rat und Tipps wäre ich sehr dankbar ;)

LG

Heinrich
9. September 2013 um 12:21
Theoretisch geht alles,
wenn man .............

Die Sache richtig angeht.

Eine  Möglichkeit,--- einen 230mm Winkelschleifer und dann eine 80mm Antriebsrolle drauf.
Das ergibt eine Bandgeschwindigkeit von ca. 30m/s

Im Grunde also machbar.

Aber wer mag schon das Getöse, das ein Winkelschleifer verbreitet.

Gruß Heinz
Zuletzt bearbeitet: 9. September 2013 um 15:34
9. September 2013 um 16:07
Und dann, unbedingt eine Flex nehmen die von Anfang an Drehzalregelbar ist. Eine Flex arbeitet extrem schnell hat wesentlich mehr Drehzahl als ein Standardmotor und erreicht das nahezu sofort nach dem Anlschalten.
Diesen Ruck wird dein Schleifband unter umständen nicht mögen.

Extrem guter Gehörschutz für dich und dene Nachbarn dringend anzuraten.

Mein Tip, ich würds lassen Drehstrommotor mit FU versorgen alles wird gut, und vor allem ruhig.

Tschau Torsten
9. September 2013 um 16:12
Hallo!

Das sind meist bürstenbehaftete Universalmotoren, welche da verbaut sind. Also wenn man sich die Mühe macht, dann bitte mit nem richtigen Motor. Und ich glaube kaum....das die Lageranordnung in nem Winkelschleifer für hohe radiale Lasten ausgelegt ist, welche beim Spannen des Bandes auftreten würden. Ausserdem seh ich hier keine sinnige Befestigungsmöglichkeit einer Antriebsrolle, welche mechnisch Sinn machen würde.

Geht vielleicht...nur nich lange und ist nur gebastelt also gefährlich.

Gruß Sven
Zuletzt bearbeitet: 9. September 2013 um 16:13, Sven Krause
9. September 2013 um 17:27
Moin
Und zu guter Letzt:
Den Dimmer wird es dir ziemlich schnell Rösten,weil aisgelegt für Max 60-100 Watt.Ne richtige Flex hat 2300Watt.
Lass das besser bleiben und Kaufe dir besser einen,haste länger was von
Es lebe die Kohle der Stahl und das Feuer
9. September 2013 um 19:05
Hallo Yogi,

da kann ich meinen vorrednern leider nur zustimmen.

Ein Winkelschleifer (die ja im Volksmund Flex heißen) ist nicht für Dauerbetrieb ausgelegt, desweiteren ist die Schmierung auf ein ständiges wechseln der Halterichtung des Winkelschleifers angewiesen. Im Klartext bedeutet das, wird ein Winkelschleiser fest in eine Vorrichtung eingebaut wird die Schmierung sehr bald aussetzen und die Lager schaden nehmen. Wie schon von Kollegen erwähnt ist auch die Lagerung nicht für Dauerbetrieb ausgelegt.
Bei einem Windrad, das ich für meinen Enkel zur Stromgewinnung mit einem kaputtem Winkelschleifer (Motorschaden) verwendet habe ist nach drei Windtagen das Getriebe in seine Einzelteile auseinander geflogen.
Also glaube den vorliegenden Berichten und laß es bleiben.

Ein Motor 230 Volt ist genau so schnell auf einen Halter montiert wie ein Winkelschleifer und der ist um eineiges leiser wie ein Winkelschleifer.

Viel Spaß bei einer Neuentwicklung, die eigentlich nicht notwendig ist, weil in diesem Forum schon einige Beispiele von Bandschleifern beschrieben wurden.
Wie Du die findest weiß ich allerdings nicht aber es gibt bestimmt einen der Dir da helfen kann.

Es grüßt Dich

Gerhard
9. September 2013 um 20:01
ÄÄÄÄHHH
Ich will mir ja keinen bauen habe ja nen Richtigen.
War nur als Tip wegen dem Dimmer der hält das auf keinen Fall aus
Gruss Yogi
Es lebe die Kohle der Stahl und das Feuer
9. September 2013 um 20:15
Es geht!
Ich habe mir damals zum Edelstahlschleifen das Edelstahl Starter Set von Fein gekauft, war damals glaube ich nicht so teuer.
Es war mir immer ein "scheiß und graus" die Schleifbänder mit den dazugehörigen Klebeband einEndlosband zu verkleben. Das Band lief mit der Körnung über die konische Gummiwalze. Das führen des Bandes war auch nicht das einfachste.
Deshalb habe ich mir dann ein 30x15 Flacheisen gebogen und gekröpft, vorne aus POM eine Rolle gedreht und mit alten Lagern versehen, einen zweiten beweglichen Arm auf das 30x15 aufgeschraubt. Den beweglichen Arm auch mit einer Rolle versehen und mit einer Feder am Gerät verspannt. Das war das Gerät!

Zeitgleich kammen damls die ersten Rohrbandschleifer aus den Markt, ich benutze meinen immer noch auch Stätionär zum Messerschleifen.
Denoch baue ich zwecks der Bandlänge und der fehlenden Schleifauflage einen Stationären mit Kraftstrom und FU.

Es gibt auch welche die mit den herkömmlichen Handbandschleifer ihre geschmiedeten Messer schleifen, auch die könnte man verlängern, sind Drehzahlregelbar und mit Lichtstrom zu betreiben.

Ein Waschmaschinenmotor hat auch nur Lichtstrom, den mußt halt richtig übersetzen damit die Geschwindigkeit paßt.


         
       
Reiner


Man sagte, ein Schlosser habe erst dann ausgelernt, wenn alle 10 Finger gleich lang seien.

Grenzlandschmiede, meine Arbeit
10. September 2013 um 02:42
Mein erster Gedanke galt auch dem Flex Rohrschleifer.
Für mich sah es so aus als ob eine elektonische Flex mit Drehzahlregelung verbaut wurde.
(Ohne Gewähr)
Für Hobbyschmiede durchaus brauchbar. Nur die Auflagefläche müsste man verlängern.
Viele Grüße aus dem Ennepetal - Stefan (uuups)

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
[Offenbarung 21,6]
10. September 2013 um 12:20
moin-
also ich hab mir vor ca. 30 jahren für meine goldschmiede einen kleinen
metabo bandschleifer angeschafft ( montiert an winkelschleifer-handstück )
... den quäle ich noch heute - auf eisen !
gruss,thomas
10. September 2013 um 18:36
Daß ein Bandschleifer mit einer Flex gar nicht geht, kann man nicht behaupten. Die Fa. Eisenblätter hat das was im Programm, wird aber einiges kosten.

Gruß,

DerSchlosser
Ein Hoch dem ehrbaren Schmiedehandwerk!
Zuletzt bearbeitet: 10. September 2013 um 18:37, Martin Hartung / DerSchlosser
10. September 2013 um 20:07
Halte das ganze für nicht so sinnvoll.
Die Nachteile einer Flex(lautstärke, etc) wurden ja schon genannt, darüber hinaus gibt es durchaus Motoren mit 220V.
Viele Heimwasserkraftwerke haben diese verbaut. Meist so 1,1 - 1,5 Kw und 3000 Umdrehungen was ideal für ein 200er Antriebsrad ist.
Auch neu sind Motoren nicht so viel teurer als eine billige Flex. In den Umbau von letzterer würde ich aber keine Arbeitsstunde stecken. Wenn diese dann hinn ist war die Arbeit evtl umsonst, für Motoren gibt es Standardbauformen.

Grüße,
Eisenbrenner
Zuletzt bearbeitet: 10. September 2013 um 20:08, Eisenbrenner
10. September 2013 um 20:53
Viele Heimwasserkraftwerke haben diese verbaut. Meist so 1,1 - 1,5 Kw und 3000 Umdrehungen was ideal für ein 200er Antriebsrad ist.

Stimmt schon.
Wobei das alles Chinaware ist, die dann entsprechend umgebaut werden muß.
Das ist nicht ganz so einfach, weil das Gehäuse geändert werden muß.
Auch bezüglich der Einschaltdauer liegen bei "Wasserwerksschleifern" noch keine Erfahrungswerte vor.
Ich habe gerade wieder einen für einen Freund fertig gestellt.

1,1 kw
n = 2850U/min
d Kontaktrad 150mm

Hier ein Bild davon
Diesmal auch vorne, vor dem Kontaktrad noch eine Auflage.

Bandschleifer.jpg

Die hübsche Lackierung hat mein Freund vorgenommen. (Sieht doch gleich viel besser aus)

Alternativ zum "Wasserwerksmotor" könnte man ja mal nach einem "Richtigen Wechselströmer" S1
ausschau halten.

Einen Winkelschleifer halte ich aus den Gründen, die von den Kollegen schon genannt wurden für einen dauerhaften
Stationärbetrieb nicht für geeignet.
(Winkeltrieb, Lautstärke, Lebensdauer)

Gruß Heinz
12. September 2013 um 10:51
Hi Freunde,

vielen Dank für die freundlichen und zügigen Antworten.
Ich hatte mir das schon gedacht, jetzt weiß ichs genau ;) Ich habe momentan einen Tischbandschleifer mit einem 750 Watt Motor, Baumarktware. Dieser lässt sich einfach anhalten, indem man ein Stück Stahl oder Holz gegen das Kontaktrad drückt. Darum halte ich schon lange nach Motoren auf Lichtstrombasis Ausschau. Naja, angeblich (nach einem Faden im Blauen) gibt es keine Motoren über 800 Watt, die zuverlässig auf Lichtstrom laufen. Dann gibt es noch die budgetsprengende FU-Möglichkeit. Also nix. Darum ja erst meine Idee. Vielleicht weiß ja der ein oder andere noch Rat und hat vielleicht einen Link zu brauchbaren Motoren. Ich hab da wie schon gesagt keine Ahnung und schaue immer einfach nach der Wattzahl.

Ach ja und es ging mir nicht darum, wie einfach oder schwer der Umbau wäre, Ich bin im Allgemeinen alles andere als faul oder unbelehrbar, ich hatte einfach nur auf einen kostengünstigen Motor gehofft.

LG

Heinrich
12. September 2013 um 22:31
Wechselstrommotoren kosten ja auch nicht die Welt, ich habe sie öfters für unter 150Euro gesehen:
Hier einmal als Beispiel
http://www.elektromotorenmarkt.de/elektromotoren/ShopDetailPage.shtml?catsku=95&produktsku=1011&SelectedPage=1

Ob die Qualität stimmt muss dir jemand anderes sagen

Viele Grüße,
Eisenbrenner
Zuletzt bearbeitet: 12. September 2013 um 22:42, Eisenbrenner