Erste vier (oder nur drei) Wände

1 October 2018 at 17:52
Hallo!
Der Winter naht und meine noch sehr kleine, aber stetig wachsende Schmiede braucht ein Dach über dem Kopf. Da trifft es sich gut, dass wir einmal im Garten einen Schuppen mit Unterstand hatten. Dieser bestand aus Eternit und bei einem Sturm vor 3 oder 4 Jahren ein Ast auf‘s Dach flog. Damals eine teure Entsorgung, heute Glück für mich, denn meine Eltern wollen die Hütte wieder aufbauen (natürlich ohne Eternit) und Ich darf
meine Schmiede reinpacken, unter der Bedingung, dass der Rasentraktor noch reinpasst. Die Hütte an sich wäre eigentlich perfekt, da das Stahlgerüst noch steht und der Boden bereits (eher immernoch) mit Platten gelegt ist. Mein Plan wäre jetzt, einfach an das Gestänge Trapezblech anschrauben und die alte Tür wieder einhängen, sodass man am Ende zwei Räume hätte. Der größere wäre dann 2,70m breit, 2,50m tief und vorne/hinten 2,30m/2m hoch und vorne offen. Dort muss definitiv der Rasentraktor rein. Der kleine Raum wäre in Höhe und Tiefe genauso, wäre aber nur 2m breit. Dieser Raum wäre geschlossen und hätte eine Tür. Habt ihr noch irgendwelche Ideen, Anmerkungen oder Tips für die Werkstatt und wo soll ich die Schmiede reinstellen? In den großen oder in den kleinen Raum? Auf Antworten würde ich mich freuen!
1 October 2018 at 18:04
Ich würde sehen, dass sie Abschließbar ist und Du eine Möglichkeit hast, die Esse rauzustellen. Mit dem Rauch machts unter einem niedrigen Dach wenig Freude.
Grüße aus dem Oberberg

Steffen
1 October 2018 at 18:16
verklopp den Rasentraktor und kauf Dir dafür was Schönes zum Schmieden, das wären 2 Fliegen mit einer Klappe. Ne was Steffen schreibt ist gar nicht so dumm, sieh zu dass Du die Esse mobil machst und zum Schmieden rausschieben kannst dann hast Du in Deinem Schuppen mehr Platz dafür und das Rauchproblem ist auch gelöst. Ich hab meine Kohleesse auch auf einer Gitterpalette, Die ich bei Gebrauch einfach vor die Schmiede schieben kann.
Gruß aus Nordhessen
Manfred
1 October 2018 at 18:16
@Steffen Abschließen könnte ich es mit einer Kette und einem Vorhängeschloss. Ich habe auch überlegt, einen Rauchfang und einen Schornstein einzubauen, weiß aber nich, ob das funktionieren würde, weil das ja irgendwie ziehen muss oder so. Ich könnte aber auch im oberen Teil eine Klappe in der Wand machen, sodass der Rauch dahin abziehen kann. Ich dachte halt, da das ja nur grob vor Wind und Wetter und Diebstahl schützen soll, dass ich einfach nur grob das Blech dranpacke und am Ende eh überall Fugen sind, durch die die Luft wechselt.
1 October 2018 at 18:25
@Gravedigger Das mit dem rausschieben werde ich definitiv machen, bloß möchte ich schnell Fortschritte machen und wenn ich draußen arbeiten müsste, müsste ich ja wahrscheinlich den ganzen Winter aussetzen. Also einen festen Platz würde ich mir für die Esse schon wünschen. Das Problem is nur, dass ich leider nicht die geringste Ahnung davon habe, wie man den Rauch da raus bekäme:(. Aber vielleicht hat hier ja jemand eine Idee!
1 October 2018 at 20:38
Ohne Zug kannst Du es vergessen. Du darfst nicht vergessen, dass die Gase nicht eben gesundheitsförderlich sind. Achte darauf, die Öffnung nicht in Richtung der Windseite liegt. Dann kannst Du die Esse in Tornähe aufstellen und im trockenen stehen. Ein laufendes Schmiedefeuer hat kein Problemmit etwas Regen. Es gibt auch mobile Essen mit Rauchfang, die sind trocken.
Wenn Du einen Raucchabzug haben willst, empfiehlt sich ein Abluftgebläse. Der erforderliche Kamin wäre sonst riesig.
Grüße aus dem Oberberg

Steffen
1 October 2018 at 22:51
Die (für mich) schlecht erkennbaren Fotos zeigen ein Gerippe. Deinen Angaben zufolge auch noch in kleinen Abmessungen. O.k. - jeder fängt mal klein an. Denk drüber nach, ob Du die Sache nicht anders aufziehst. 
Der Schuppen ist sicher jetzt schon eher klein und Du wirst wachsen wollen. 
Kauf Deinem Dad n Roboter und stell einen größeren Schuppen auf, der Garten scheint mir groß genug. Langfristig sicher die bessere Sache und wenn Du bei Deinem Hobby bleiben möchtest wirst Du den Platz brauchen!

Grüße aus der Holledau
Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

2 October 2018 at 09:58

wird siche rne schöne gruft und dank mangelndem sauerstoff wirst du sicher auch gut konserviert.geschlossener raum egal wie groß abtzug erforderlich alles andere ist mist . ich selbst habe auch nur einen klenen raum wenn auch nicht so klein. co2 warner gibts fürn appel und ein ei und habe dennoch eine massive absaugung die bei bedarf die raumluft austauscht.

schiede grundsätzlich nur bei offener tür. usw. achj ich nutze daheim ne gasesse bei kohle wär ich mindestens genauso vorsichtig.

und zur tür in abhänhigkeit mit deiner esse ist ein unverbaubare luftöfnung nach aussen pflicht, wie bei jeder heizung, in unserem fall 20 mal 40cm bei einer kleinen esse.

fazit stell sie bei bedard vor die tür zud jammer nicht rum an einer esse friert ma nicht punkt,bist doch kein mädchen.

 

tschau torsten

2 October 2018 at 16:04
......die Fotos sagen nicht wirklich etwas aus, als 1 würde ich den Boden eben machen, gibt nix Schlimmeres wenn Du in Deiner zukünftigen Schmiede herumstolperst und der Amboss und Geräte sollten sicher stehen. Zur Kohleesse wenn Du wirklich komplett drin Schmieden möchtest, mußt Du sowohl für Zuluft als auch für Abluft sorgen. Zum Abzug gibts folgendes zu sagen, der Innendurchmesser des Abzugrohres sollte mind. 200 betragen besser noch 250 und am besten doppelwandig sein. Zur Länge des Rohres würde es reichen wenn das Rohr 1 bis 1,5 m über den höchsten Punkt des Daches reicht, so hat es mir der schwarze Mann erklärt. Wie schon geschrieben wenn ich meine Kohle esse nutze ziehe ich Sie vor die Schmiede und wenn es mal etwas regnet, hab ich mit eine Abzugshaube aus einem 200 ltr Ölfass (halbiert) gebaut mit einem 200 Rohr (1 m lang). Mir reicht es vollkommen aus und im strömenden Regen, greife ich auf die Gasesse zurück oder setzt mich hinter den Ofen .
Gruß Manfred
2 October 2018 at 17:02
Erstmal danke für die Beratung! Ich glaube, das mit dem Abzug wäre zu viel Arbeit. Wie wäre es, die Schmiede einfach unter das Vordach zu stellen, wo keine Wand vorne ist, und in den Schuppen die restliche Werkstatt. Der Rasentraktor müsste dann woanders hin. Das mit den Fotos ist mir jetzt auch aufgefallen, da hat was mit der Konvertierung nicht hingehauen. Bin gerade aber im Urlaub und kann keine neuen reinstellen. Also würde der Rauch abziehen, wenn ich die Esse nur unter dem Dach ohne Frontwand hätte? Gruß vom Feldschmied!
Last edit: 2 October 2018 at 17:07, Paul/DerFeldschmied
2 October 2018 at 17:11
Außerdem fällt mir gerade ein, dass ich im Garten meiner Oma heute morgen ein altes, schmiedeeisernes Gitter von 1x1m Größe gefunden habe, das ein schönes Fenster abgeben würde. So könnte die Raumluft ausgetauscht werden. Zum Abzug: ginge es, einfach eine Haube mit Elektromotor und Schornstein drauf zu packen? Dann würde die Luft ja abgesaugt werden, oder? Gruß vom Feldschmied!
2 October 2018 at 17:15
Es gibt spezielle Abluftgebläse für Schmiedefeuer. Die sind gut, aber alles andere als billig.
Unter einem Dach mag es bei ordentlich Wind gehen, bei wenig bis keinem Wind staut sich der Rauch trotzdem zurück und landet in Deiner Lunge. Ich sags gern nochmal: Einem Schmiedefeuer macht etwas Regen nichts aus.
Grüße aus dem Oberberg

Steffen
2 October 2018 at 17:17
Gut, ich denke, für den Anfang werde ich draußen schmieden, und mir dann so bald wie möglich so einen Abzug gönnen. Gruß vom Feldschmied!

Hab jetzt auf angele geschaut. Das kann ich mir erst einmal abschminken:( Sechzehnhundert Euro für so einen Rauchabzug sind einfach zu viel für mich. Aber ich habe gesehen, dass becma Feldschmieden auch so einen Rauchfang mit kleinem Kamin haben. Wäre das eine Lösung?
Last edit: 2 October 2018 at 17:26, Paul/DerFeldschmied
2 October 2018 at 17:59
also eine normale Rauchhaube und ein normales Abzugsrohr, wie Gravedigger es beschrieben hat, reichen normalerweise völlig aus. Da muß nicht unbedingt ein Ventilator rein. Hatten die Schmiede früher auch nicht
Gruß DerSchlosser

Ein Hoch dem ehrbaren Schmiedehandwerk!