Kurios

6 December 2018 at 22:26
Servus Leute,

grad zufällig gesehn. Is schon der Hammer was alles angeboten wird!?

https://www.ebay.de/itm/ALTE-FELDSCHMIEDE-FELDESSE-SCHMIEDEFEUER-SCHEUNENFUND-EIGENBAU/332871484526?hash=item4d80afc46e:g:MmoAAOSwC1Fb3x~4:rk:26:pf:0

Grüße vom ansonsten für heute wortlosen
Holledauer
Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

Last edit: 11 December 2018 at 14:38, Benedikt P.
6 December 2018 at 22:32
Na ja, immerhin ist da ein alter Kobold am pusten.
Das erklärt ja wohl den hohen Preis.
Gruß   Christoph
 
 
Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch findet Bier feiner.
7 December 2018 at 07:04
Moin Holledauer, 

der Gerät sieht tatsächlich etwas schräg aus 😆

AAAAABER der alte Kobold ist mit Abstand der beste Gebläsemotor der mir bisher untergekommen ist wenn es um ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis geht.  Per Dimmer stufenlos regelbar bläst dir das Teil alles vom Tisch, kann aber auch ganz sachte. Aufgrund seiner Bauform ohne Anpassungen sofort einsetzbar, ausgesprochen langlebig, auf dem Flohmarkt für 5€ oder auf dem  Sperrmüll umsonst zu kriegen. Und KraftStrom braucht man auch nicht. 
Ich schmiede seit 20 Jahren an der Kohlenesse ausschließlich damit, und sehe auch keinen Anlass das zu ändern 😉  

Ich gebe dir aber recht, optisch etwas kurios. Und nach BG bzw..im gewerblichen Bereich wohlmöglich nicht die erste Wahl 😂
Als Tipp für Einsteiger und Hobbyisten aber meine Nummer 1. Nutze am Langfeuer sogar drei dieser Motoren in Reihe.
 
Gruß Thorkell 

7 December 2018 at 18:02
Die Gebläsemotoren von Kobold Staubsaugern sind fast unverwüstlich, allerdings auch recht laut.
Schmieden lernt man am Amboß

7 December 2018 at 19:39
Und obwohl ich in der Werkstatt IMMER Gehörschutz trage, lob ich mir den sehr leisen Heizgebläseventi meiner Barhockeresse!
Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

7 December 2018 at 21:39
Ich persönlich finde die Kobolde angenehm leise.  Mag aber daran liegen, dass ich sie eigentlich nie auf Volllast fahre sondern  stark runtergeregelt betreibe. Da ist also ne Menge Reserve drin
Wenn ich sie nur einstecken und den Luftstrom mechanisch regulieren würde,  dann wäre es mir auch zu laut. 
8 December 2018 at 09:51
Kobold Gebläse... Lächerlich!
Men Radiallüfter unter der Esse ist Baujahr 1938... Für 80 Jahre pustet der noch gut und sehr leise!
8 December 2018 at 20:01
..manchen Leuten im Forum fehlt halt einfach die nötige Etikette.
Ich bin der Meinung, daß sicher jeder Einzelne dafür sorgen wird, mit seinem Equipment selber klar zu kommen.
Im Idealfalle ist er damit zufrieden, wenn nicht, so wird er sicher nach einer besseren Lösung suchen.
Großkotzigkeit oder von oben herablassende Beiträge kotzen mich an.
Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

Last edit: 8 December 2018 at 20:03, Holledauer
8 December 2018 at 21:07
..manchen Leuten im Forum fehlt halt einfach die nötige Etikette.

Leider......
9 December 2018 at 00:00
9 December 2018 at 00:03
...bekennend!?
Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

Last edit: 9 December 2018 at 00:06, Holledauer
9 December 2018 at 10:14
Ich persönlich würde den Kobold auch nicht einsetzen wollen, nicht etwa, weil er dem Einsatzzweck nicht entspräche, sondern weil ich der Meinung bin, dass Anlagen und Maschinen aus Kunststoff aus ästhetischen Gründen nicht zu einer Schmiedewerkstatt passen. Als ich meine Schmiedeesse gebaut habe, war ich noch Schüler und allein die Anschaffung des Esseisens türkischer Provenienz hat mein Budget stark überstrapaziert. Folglich musste ich für das Gebläse auf eine Anordnung von 2 ebm Pabst Radiallüftern aus einem ausrangierten Dunstabzug zurückgreifen, die ich lediglich um eine ansaugseitige Blechabdeckung und einen Montageflansch ergänzt habe. Das funktioniert zwar dank der 2x120W der beiden Kondensatormotoren sehr passabel, kann aber dennoch mit der optischen Anmutung kommerzieller Systeme nicht mithalten. Heute, da mich Summen im mittleren dreistelligen Bereich finanziell nicht mehr überfordern, würde ich stilgerecht zu einem Ventilator mit Gussgehäuse und Drehstrommotor greifen, wahrscheinlich in Kombination mit einem etwas hochwertigerem Esseisen.
Die improvisierte Feldesse aus dem ersten Beitrag ist für mich übrigens ein Fall für die Wiederverwertung im Stahlwerk. Bei historischen Originalen von Werkzeugen und Maschinen bin ich generell sehr tolerant, was die Maßgenauigkeit und Konstruktion betrifft, an ihre Pendants aus näherer Vergangenheit, als Profile und Bleche aus Baustahl bereits leicht verfügbar und geeignete (Mess-)werkzeuge für jedermann erschwinglich geworden sind, darf man schon höhere Ansprüche stellen. Auf den Fotos sehe ich nichts als eine lieblos zusammengeschusterte Anhäufung beliebiger Versatzstücke, konstruiert ohne Sinn und Verstand, die wohl besser heute als morgen mit dem Greifer des Schrottumschlagbaggers Bekanntschaft machen sollte.
9 December 2018 at 12:53
Moin zusammen, 

mit meinen Ausführungen möchte ich hier niemanden bekehren  - ich möchte aber selber auch nicht bekehrt werden. 
Jedem seine Meinung,  wenn sie sachlich vorgetragen wird und nicht zu Lasten anderer geht.

Ich habe zwei professionelle Essen mit den viel gelobten Drehstrom-Vollmetallgebläsen dran stehen. Dazu noch weitere dieser Gebläse als lose Ersatzteile im Regal. An solchen Essen habe ich bei mir und auch schon in fremder Werkstatt gearbeitet.  Trotzdem ziehe ich das kleinere und vermeintlich minderwertige Gebläse vor.   Ich spreche also aus praktischer, wenn auch nur persönlicher Erfahrung. Andere Schmiede sind übrigens regelmäßig bei mir am Feuer, und waren nach erstem Stirnrunzeln sofort überzeugt. 

Ich will auch nicht verschweigen, dass ich in all den Jahren auch schon Motoren und Dimmer entsorgt habe. I.d.R. aber weil ich zum Frühjahr hin zu viel Schwitzwasser in der kalten Werkstatt habe.

Beim Gedanken an ein Gebläse aus der Dunstabzugshaube tue ich mich wiederum schwer.   Habe das trotz dutzendfacher Erwähnung hier im Forum bewusst nicht kommentiert.  Es scheint ja zu funktionieren und hat seine Anhänger.

Ästhetik, Haptik, subjektive Wahrnehmung und Assoziationen spielen ganz bestimmt für jeden hier eine ganz unterschiedliche Rolle.  Aber darum ging es mir eingangs gar nicht.   Und klar, die Konstruktion aus der Auktion sieht übel aus. Die Komponente Gebläse darin hat in meinen Augen aber definitiv ihre Daseinsberechtigung.   Wer jetzt das komplette Gegenteil behauptet, der hat ganz klar schon ausgelernt und vorher alles probiert 😆

Und wer evtl meint ich bastle mir im Hobbykeller Büroklammern und kann oder will mir kein taugliches Material leisten, der darf sich gerne mal bei mir umsehen oder in meine Galerie gucken  🤗

Ende der Durchsage, es darf weiter scharf geschossen werden 😉  


9 December 2018 at 12:57
PS:  auf einem der Bilder in meiner Galerie sieht man den Kobold sogar unterm Feuer hocken 😁
9 December 2018 at 14:28
@Thorkell: Sollte jemand hier meine Worte als persönlichen Angriff aufgefasst haben, möchte ich mich hiermit für meinen unangebrachten Tonfall entschuldigen. Es war nicht meine Absicht, die Meinung einzelner Forumsmitglieder zu diskreditieren bzw. aus der maschinellen Ausstattung derselben Rückschlüsse auf deren fachliche Qualifikation zu ziehen. Auch möchte ich mir als Laie, der Schmieden und Metallbearbeitung nur als Hobby betreibt, kein Urteil darüber anmaßen, welche Form von Gebläse für einen bestimmte Essentyp die Geeignetste ist und welche Parameter für dessen Auswahl eine Rolle spielen.
Meine damalige Idee, die Lüftereinheit eines Dunstabzugs zweckzuentfremden, betreffend, möchte ich anmerken, dass rein technisch gesehen kein Unterschied zu einem Standard Radialventilator von ebm Pabst besteht, außer dass das Gehäuse für 2 identische Einheiten vorgesehen ist und aus einem einzelnen, tiefgezogenen Blech besteht. Somit – und das war mir besonders wichtig – lässt diese Ausführung keine Rückschlüsse auf die Herkunft aus einem Küchengerät zu. Auch die Steuereinheit habe nicht weiterverwendet, da sie weder staubgeschützt ausgeführt, noch aus einem duroplastischen Kunststoff in einer schmutzresistenten Farbe gefertigt war so wie ich es von den Bedienpaneelen meiner Werkzeugmaschinen kenne.