Rauchgasabzug

1 февраля 2018 г., 8:00
Hallo zusammen,
hier mal ein kleiner Erlebnisbericht aus meiner Werkstatt.
Ich hatte vor 2 Wochen gerade das Feuer an, als es einen kurzen Schlag am Rauchgasventilator gab und der Rauch nicht mehr abzog. Natürlich war erstmal die ganze Hütte voll Qualm.
Der Elektromotor war noch funktionsfähig, aber das ganze lief verdächtig leise.
Nach dem Ausbau war erkennbar, dass sich das Lüfterrad verabschiedet hat. Im Krümmer lagen die ganzen Teile des Lüfterrades, die kümmerlichen Reste sahen so aus:
Luefterrad3.jpg

An der Motorenseite war noch ein Teil des Lüfterrades dran, das habe ich zunächst mal so gelassen, was sich später auch als hilfreich erwiesen hat.

IMG_0682.jpg

Frohen Mutes habe ich Kontakt mit dem Hersteller (Fa. Elektror Karl Müller) aufgenommen, dort wurde mir jedoch erklärt, dass für dieses Modell (BJ 84) keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Auf ein Angebot für einen neuen Motor mit Lüfterrad warte ich heute noch.
Ich habe etliche Reparaturfirmen angeschrieben, aber es gab meist Absagen. Ein Unternehmen bot mit eine Reparatur für 800-900 € an (ein echtes Schnäppchen).
Nach einer Recherche im Forum bin ich auf den Beitrag von Olli gestoßen (mein Dank an dieser Stelle), der den Aufbau seiner Absauganlage beschrieben hat und auf die Fa. Dassler, Bad Gandersheim verwiesen hat.
Dort wurde ich ausführlich und kompetent beraten, ein Angebot habe ich auch erhalten. Zusammen mit allen Formteilen liegt das Angebot in der Nähe von einem 4-stelligen Betrag, was für den Hobbybetrieb nun doch schon eine hübsche Summe ist. Zwischenzeitlich habe ich mal das Netz auf links gekämmt und auch in der elektronischen Bucht gesucht, aber leider meist nur irgendwelchen China-Schrott gefunden. Bin auch noch auf einen türkischen Hersteller gestoßen, aber bei den Teilen ist nicht klar ob sie tatsächlich für den Betrieb mit Heißgas geeignet sind.
Bei der ganzen Sucherei bin ich auch auf Einzelteile gestoßen und habe mit einem Lüfterrad einen provisorischen Notbehelf angefertigt. Das sieht nun aktuell so aus:
IMG_0690.jpg

Es wurde ein halbwegs passendes Lüfterrad mit dem noch vorhandenen Deckel des alten Rades verschweisst. Ich habe den Ventilator bislang insgesamt 4 Stunden in Betrieb gehabt, es funktioniert. Wie lange das hält wird sich zeigen, das soll nur eine Übergangslösung darstellen, bis ich ein neues Teil einbauen kann. Wenn ich nix anderes finde, werde ich keine Wahl haben und bei der Fa. Dassler einkaufen.
Vlt. hat aber auch noch jemand im Forum so ein Teil unterm Bett liegen.
Soweit die Neuigkeiten von der Kaminfront.

Viele Grüße aus der Nordpfalz
Alex
Schmieden, kann man am besten am Amboss.
Последнее редактирование: 1 февраля 2018 г., 8:39, Hammerfreund Alex
1 февраля 2018 г., 17:05
@Hammerfreund: das sieht doch ganz gut aus. Und Du weißt doch: nichts ist dauerhafter als ein Provisorium

Gruß DerSchlosser
Ein Hoch dem ehrbaren Schmiedehandwerk!
2 февраля 2018 г., 23:31
Hui das sieht ja amuesant aus. Bei uns beim klettern sacht man immer: Wenns funktioniert, kanns nicht falsch sein!
Ich glaube wenn ich das gemacht haette, haette ich grundsaetzlich erwartet, dass der Motor ganz schoen wackeln wird, weil das Luefterrad nicht 100 pro in der Mitte sitzt. Da koennt ich mir in nem blechernden Abzug dann ziemlich laut vorstellen.

Was mich aber viel eher wundert ist, wie es auf einmal den Luefter so argh zerlegt hat. Hat der Schwefel der Kohle das Material so fleissig zersetzt und als ein Teil abriss, hat es gleich alle anderen mitgenommen? Garstig sowas.

Hoffe dein Provisorium ist wie der Schlosser schon sagt vom Modell "ewig" ;)

Gruss,

Lenni
3 февраля 2018 г., 18:04
Servus Lenni,

die Flügel des Lüfterrades sind ziemlich gleichmäßig zerfressen, der Schwefel hat in Form von Säure wohl ganze Arbeit geleistet.
Ich hoffe ebenfalls, dass mein Provisorium lange hält.
VG

Alex
Schmieden, kann man am besten am Amboss.
4 февраля 2018 г., 18:23
Hallo Alex,
da drücke ich Dir auch mal die Daumen aber ich gebe Martin Recht meistens halten Provisorien länger als Originalteile, das habe ich selber schon des Öfteren erlebt.

Gruß Manni