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HACHIJURO

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Amboss von Söding&Halbach von 1906

from HACHIJURO on 05/13/2021 07:28 PM

Nadin,

eine Bewertung, ohne den Amboss selbst gesehen zu haben, ist ganz schwierig! 

Sicher ist es ein handgemachter Amboss; er wird unter den Hörnern und unter dem Fuß Vierkantlöcher haben. Das kann ein gutes Zeichen sein, aber solche Ambosse können auch Fehler haben. Bei Eurem ist offenbar die Härtung bzw. das Anlassen mit der Restwärme nicht perfekt gewesen, daher ist die Kante ausgebrochen.

Du kannst die Qualität des Ambosses selbst mit einer dicken Kugellagerkugel prüfen: Wenn Du sie aus ca. 40 cm Höhe auf die Bahn fallen lässt, sollte sie fast genauso hoch zurückspringen. Mit einem Stahllineal kannst Du die Bahn in Längs- und Querrichtung prüfen. Ein guter Amboss ist nicht 'eingeschlagen', sondern (ziemlich) eben. Dass ein Amboss keine Risse haben darf, versteht sich von selbst.

Details kann ich auf den Fotos nicht erkennen, aber wenn er sonst einigermaßen in Ordnung ist, könnte man € 500.-- bis 600.-- als Größenordnung für den Preis ansetzen. Sicher sollte man auch den Preis für einen neuen Amboss mit vergleichbarem Gewicht zur Orientierung heranziehen. Eine Überholung im Ambosswerk (Refflinghaus macht das) kostet auch einiges, ebenso der Transport hin und zurück. 

Ich würde in einem solchen Fall auch immer daraufschauen, wer den Amboss bekommt. Einem engagierten, kenntnisreichen, sensiblen Jungschmied könnte man preislich etwas entgegenkommen, weil er den Amboss vermutlich gut behandeln und erhalten würde, finde ich!

Freundliche Grüße

Jean

Reply Edited on 05/13/2021 07:30 PM.

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Phurba (tibetanischer Dolch) mit dreikantiger Klinge schmieden

from HACHIJURO on 05/06/2021 02:26 PM

Maz,

das Gesenk aus insgesamt drei Rundstangen finde ich gut. Wenn die einzelnen Stangen vor dem Verschweißen konisch abgedreht wären, könnte ich mir vorstellen, dass damit viel zu machen wäre. Wie schon von Holledauer angesprochen, könnten die einzelnen Stangen zusätzlich noch leicht konvex oder konkav geformt sein, dann könnte man jede gewünschte Form realisieren. 

Freundliche Grüße

Jean

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Phurba (tibetanischer Dolch) mit dreikantiger Klinge schmieden

from HACHIJURO on 05/05/2021 01:08 PM

Maz,

das ist ja ein ritueller Dolch, der nicht schneiden muss. Die Hohlkehle muss nur angedeutet sein und nicht bis zu der jeweiligen Schneide hochgehen.

Traditionell werden Hohlkehlen bei Waffen nicht geschmiedet, sondern geschnitten (lies: 'gehobelt'). Die japanischen Schmiede bauen sich dafür Ziehmesser, und die Wikinger werden das ähnlich gemacht haben. 

Das Problem ist, dass wir heute stets nach schnellen Möglichkeiten suchen. Früher, als die Zeit noch nicht erfunden war und man nur die Sonne hatte, haben die Prozesse eben so lange gedauert, wie sie gebraucht haben. Nimm Dir also vielleicht die nötige Zeit, die Hohlkehle auszuschneiden oder auszuschleifen - der Vorteil ist die größere Präzision!

Ansonsten ist das ein sehr schönes Projekt, und ich bin gespannt, wie Du das hinbekommst! 

Freundliche Grüße

Jean

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Beil in Klapptechnik mit Damastschneide

from HACHIJURO on 05/04/2021 01:07 AM

Guten Tag, Maz!

Eine präzise Antwort fällt mir schwer, dazu müsste ich das Beil eigentlich in der Hand haben. Aber wenn Du bei einem 700 g-Beil ein Auge von 15 x 43 mm (außen) hast, wird es auf der Stielseite nicht so arg viel größer sein. Das ist schon eher zierlich, allerdings hängt das wiederum davon ab, was Du mit dem Beil veranstaltest. Zum Spalten und kleine Bäumchen abhacken kann das bei Robinie und Hickory als Stielholz ausreichend sein, Esche ist etwas weicher. Daher kann ich nicht sicher sagen, ob Du noch weiter aufdornen müsstest. Ich habe hier ein amerikanisches Beil in der Gewichtsklasse (ich müsste es wiegen), das einen so zierlichen Stiel hat und sehr gut hält.

Bei Hammerstielen ist es etwas einfacher. Da gibt es die Empfehlung, dass das Auge von oben und unten so aufgedornt sein sollte, dass die Öffnungen um einen Winkelbetrag von ca. 5° gegenüber einem (gedacht) vertikalen Auge größer sein sollten. Hört sich in Worten weniger verständlich an, als es auf einer Zeichnung wäre. 

Bei einem Beil kann dieses Aufweiten nach meiner Erfahrung etwas geringer ausfallen. Wichtig ist, dass das Stielholz UND der Holzkeil vor der Montage gut getrocknet sind. Der Holzkeil wird mit Leim eingetrieben. Lockert sich der Beilkopf nach einiger Zeit, nimmt man zum Nachkeilen einen Weicheisenkeil. 

Viel Erfolg und freundliche Grüße

Jean

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Damast-GYUTO (mein erster Damast)

from HACHIJURO on 05/04/2021 12:33 AM

Hi Maz,

das sieht doch sehr schön aus! Mir gefällt der Damast gut, er ist abwechslungsreich. Der "Knick" ist in der Tat nicht so schön, aber das kannst Du ja schon beim nächsten Messer ergonomischer gestalten.

Die Form ist übrigens nicht die eines GYUTÔ (nicht Gyoto), sondern eines SANTOKU - beide quasi Universalmesser in der japanischn Küche! Der Griff sieht sehr sauber gefertigt aus. 

Mein Glückwunsch!

Freundliche Grüße

Jean

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Söding & Halbach Gewichts- bzw Nummernangabe

from HACHIJURO on 04/30/2021 01:41 AM

Wenn meine Antwort Dich nicht zufriedenstellt, frag' doch einfach mal einen Ambosshersteller und berichte dann hier, was Du erfahren hast. Das ist sicher für alle interessant. 

Freundliche Grüße

Jean 

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Beil in 'Klapp-Technik' mit Damastschneide

from HACHIJURO on 04/30/2021 01:35 AM

Mazdautel,

das Werkzeug ist ein Lochdorn.

Stiele brechen oft im Auge, wenn sie nicht gut angepasst wurden, wenn im Auge noch Grate vorhanden waren, die nicht sauber verfeilt wurden, und wenn der Druck im Stielholz durch zu dicke Keile zu hoch war. Dann werden die Holzfasern gequetscht, und je nach verwendeter Holzart bricht der Stiel früher oder eben später.

Freundliche Grüße

Jean

P.S. Beile sind keine Äxte

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Söding & Halbach Gewichts- bzw Nummernangabe

from HACHIJURO on 04/29/2021 01:34 PM

Vor Jahren hat mein Mentor mir das so erklärt:

Handgefertigte Ambosse wurden nach Modellen und ungefähren Größen hergestellt. Man wusste grob, wenn ein Amboss so und so groß ist, wiegt er ungefähr so und so viel. Gewogen wurde nie, dafür gab es keine Einrichtungen. Variationen gab es ohnehin durch Stauch und ggfls. den Voramboss.

Mein Lehrmeister fragte nur nach der Länge über die Hörner und der Höhe, dann wusste er schon: 'Ungefähr 125 kg.'. Zudem waren andere Faktoren ihm wichtiger als das genaue Gewicht, z.B. der Hersteller, das Herstellungsverfahren und die Dicke der Stahlplatte.

Bei fabrikmäßiger Herstellung durch Gießen in Serie werden die Toleranzen im Gewichtsbereich kleiner.

Freundliche Grüße

Jean

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HACHIJURO

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Bandsägeblatt

from HACHIJURO on 04/14/2021 03:29 PM

Während Bandsägeblätter für Holz oft Kohlenstoffstähle in der Art von 1.2002 (= Feilenstahl) sind, wird für Gattersägeblätter der schon oben erwähnte 1.2235 verwendet. Man muss allerdings die Vernickelung (und vor allem auch die manchmal darunter liegende Verkupferung!) vor dem Einsatz abschleifen. 

Bandsägen aus der Metallwertkstatt hingegen können Bimetall oder gar HSS sein, die man nicht gut verarbeiten kann.

Freundliche Grüße

Jean

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HACHIJURO

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Federhammersprechstunde

from HACHIJURO on 03/31/2021 09:53 PM

Vielen Dank für diese hilfreichen Informationen!

Das Standard-Fußpedal meines Hammers ist durch die beiden Balkenlagen des neuen Unterbaus nun gut 30 cm über dem Boden, daher möchte ich das nach unten verlängern.

Meine Schabotte kann ich nicht so einfach drehen, weil sie angeschweißte Anschläge hat, die die Position fixieren. Natürlich könnte man sie abflexen. Diese Verbesserungen kann ich aber immer noch machen, wenn ich mit dem Gerät vertrauter bin und die Grenzen erreicht habe. 

Die Gummiunterlage ist zweischichtig: Förderband und Waschmaschinematte, jeweils gut 10 mm. Mal schauen, was das im Dauerbetrieb bringt. Weitere Matten könnte ich auch später noch darunterlegen. 

Freundliche Grüße

Jean

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