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Re: Geschichtsobjekt: Scheunenfund Amboss

from enter_your_name on 07/01/2022 09:48 AM

Eigentlich eher im Gegenteil, häufig sind die Zeichnungen sogar nahezu identisch, wenn nicht tatsächlich die selben.

In dem Heftchen finden sich exakt die gleichen Formen wie auf der Abbildung oben als "süddeutsche" bezeichnet. Ich muss allerdings erneut sagen, dass dieses "Buch" absolut wertlos ist. Er behauptet einfach irgendwelche haltlosen Dinge, belegt nichts und woher die Abbildungen letztlich stammen ist auch unklar.

Ich hab noch irgendwo einen Katalog von Holthaus, da suche ich später mal was raus.

 

Viele Grüße!

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Re: Geschichtsobjekt: Scheunenfund Amboss

from enter_your_name on 06/29/2022 10:36 PM

Was die süddeutsche Form auszeichnet, ist ja primär der Übergang ins Rundhorn und für den Fall, dass der Amboss eine Brust hat, der Übergang selbiger ins Rundhorn. Alles ist schön fließend und wenig abrupt.

 

Hier bei den Nummern 9 und Folgenden zu erkennen. Was oft auch als böhmisch bezeichnet wird, kommt hier den Nr. 38 und 40 sehr nahe, im Grunde wäre es der hier als russisch bezeichnete in spiegelverkehrt:

 

 

Reply Edited on 06/29/2022 10:39 PM.

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Re: Geschichtsobjekt: Scheunenfund Amboss

from enter_your_name on 06/28/2022 09:25 AM

Guten Morgen,
 
zuallererst: KEINE Fächerscheibe. Eine Topfbürste auf dem Winkelschleifer reicht vollkommen aus. Damit vollständig den Rost entfernen, nicht nur auf der Bahn. Ganz blank machen würde ich daran gar nichts, schleifen ist immer eine schlechte Idee.
 
Die Form deines Ambosses ist keine böhmische, allerdings kamen diese Bezeichnungen der unterschiedlichen "facons" erst später auf.Am ehesten käme dieser hier einer süddeutschen Form nahe (Brust geht fließend in Rundhorn über), wobei das Vierkantloch an dieser Stelle eine "Besonderheit" wäre.
Das genaue Alter lässt sich bei diesen Teilen immer schwer bestimmen, selbst eingeschlagene Jahreszahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Die Stempel auf deinem Amboss könnten die Initialen eines früheren Eigentümers sein, vielleicht kommt aber ja noch eine Nummer, gekennzeichnet mit "#" zum Vorschein. Die gibt es manchmal auch herstellerseitig.
 
Grundsätzlich liegen die bisherigen Annahmen zu den "Kirchenfenstern" im Zusammenspiel mit der flachen Rückseite gar nicht daneben, ich würde aber Abstand von der "Rüstungsschmiedetheorie" nehmen. Das klingt zwar immer toll, aber Panzerungen - die ohnehin weniger werden - werden zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich industriell hergestellt und nicht mehr handgeklöppelt. Ich tendiere eher zu der Annahme, dass die durch die Konstruktion bedingte höhere Stabilität auf der Zuschlägerseite das Bearbeiten (z.B. ausrecken) größerer Querschnitte auf der Brust begünstigt.
Zur Bestimmung des Alters kann man diese Form auch nur bedingt heranziehen, es gibt leider nicht ausreichend Daten, als dass man hier eine Systematisierung vornehmen könnte. Grundsätzlich kann man aber "eher früher" sagen, aber wahrscheinlich irgendwo im sehr späten 18. bis frühen 19. Jhd.
 
Viele Grüße!
Julian
 
 
 

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Re: Amboss Süddeutsche Form 164kg in außergewöhnlich gutem Zustand ?!

from enter_your_name on 04/24/2022 06:36 PM

Verkauf ihn einfach für mehrere tausend Gold nach Amerika und kauf dir davon dann jedes Jahr einen neuen zum Benutzen!

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Re: Amboss Süddeutsche Form 164kg in außergewöhnlich gutem Zustand ?!

from enter_your_name on 04/19/2022 03:40 PM

Exakt, ein August Refflinghaus & Söhne Amboss. Die 58 ist möglicherweise die Modellnummer, ich meine der aktuelle Refflinghaus ist auch 57 oder 58... Oder die Härte der Bahn. Ins Blaue hinein vermute ich aber R(efflinghaus) (Nr.) 58 , 160 (kg). Die nachträglich eingeprägten 164kg passen ja dazu, 10% Toleranz beim Endgewicht sind normal.

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Re: Amboss Süddeutsche Form 164kg in außergewöhnlich gutem Zustand ?!

from enter_your_name on 04/13/2022 11:58 PM

Willkommen hier!
Würdest Du mir einen großen Gefallen tun und ein paar Detailfotos von dem Amboss hier einstellen? Gibt es Herstellermarkierungen?
Viele Grüße!

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Re: Kennt jemand diesen Amboss Hersteller bzw. diese Prägung?

from enter_your_name on 03/27/2022 08:57 PM

Hallo Tobi,
ich habe diese Marke auf jeden Fall schon einmal gesehen, kann sie aber nicht mehr zuordnen. Auf die Schnelle finde ich gerade nichts, sobald ich in meinem Fundus nochmal darüber stolpere und es Erkenntnisse zu vermelden gibt, schreibe ich hier.
Kannst Du möglicherweise noch größere Fotos einstellen, diese lassen sich irgendwie nicht vergrößern und man erkennt nur wenig. Ich bin gespannt, was die Entfärbung noch so zu Tage bringt.
Viele Grüße!

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Re: Hammer und Abschrot

from enter_your_name on 03/22/2022 05:47 PM

Hallo,
es gibt da ja immer mal wieder ein paar Bilder von Ambossen, die am Vierkantloch im eckigen Horn gebrochen sind, häufig aus den USA. Wer weiß aber schon, wie das tatsächlich zustande gekommen ist, da spielen zu viele Faktoren eine Rolle, um ein gesichertes Urteil fällen zu können.

Also: nein, durch "normales" Abschroten passiert nichts. Möglicherweise bleibt dir dein Gesenk stecken.

Viele Grüße!

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Re: Amboss-Genealogie: „D.S.“, wer weiss mehr?

from enter_your_name on 02/21/2022 04:35 PM

Bei Johann Elias Bleckmann bin ich mir immer noch nicht sicher, ob die nicht einfach nur als Händler ihr Zeichen auf Ambosse geschlagen haben. Aber bislang kann ich nichts in jegliche Richtung  beweisen, JEB steht weit unten auf der Liste...

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Re: Winkel für Regale

from enter_your_name on 02/20/2022 12:00 PM

Guten Morgen,
nochmal kurz zur Thematik "Amboss aufschweißen": Lass es einfach. Scharfe Kanten sind irgendwie so der Mythos unter den Schmiede-Fans, aber eigentlich sind sie eher wenig förderlich. Vielleicht lassen sich neue alte Ambosse mit dem Argument noch teurer verkaufen, obwohl neue Ambosse eigentlich nicht mit dem Ziel ausgeliefert wurden, exakte 90° Kanten zu behalten.
Brauchst Du tatsächlich mal einen scharfen 90° Winkel, fertige dir ein Gesenk an.
Aber durch die ganze Schweißerei und Schleiferei werden so viele Ambosse schon von vornherein versaut, weil einfach so viel dummes Zeug dazu im Netz geschrieben wird und man als Anfänger zwangsläufig erstmal mit der Frage konfrontiert wird, ob der eigene Amboss jetzt nicht doch eher nochmal verändert werden muss. Wenn Du nach ein paar Jahren regelmäßiger Arbeit merkst, dass dich eine Stelle am Amboss eher behindert o.ä., kann man dann immer noch drüber nachdenken.
Und noch eine kurze Stichelei zur vielbeschworenen "Tradition": Womit fertigt denn der Handwerker seine Werkzeuge selbst? Exakt, mit bereits vorhandenen Werkzeugen aus seinem Lehrbetrieb, etc. Und aus ökonomischer Sicht macht man doch auch nur Werkzeuge selbst, die es nirgendwo schnell und günstig zu kaufen gibt.
Viele Grüße
Julian

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