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Hacheschmied

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Re: Ambosse

from Hacheschmied on 07/17/2019 06:16 AM

Hallo Fred,
 
das war auch nicht böse gemeint... aber der "Meistertitel" wie er heutzutage noch verliehen wird, ist für mich ein rotes Tuch.
 
Ich habe den Handwerksmeister ja auch vor Jahren angefangen (Teil 3 und 4 habe ich) aber dann wurde es zeitlich knapp.... und der Spaß kostet ein Haufen Geld.
Wer saß da so alles auf der Schulbank? Jüngelchen die gerade Ihre Ausbildung fertig hatten und den Meister hinterhergeschoben haben... Weiterhin einige, den ich es nicht zutrauen würde einen Nagel, ohne sich selbst schwer zu verstümmeln, gerade in die Wand zu hauen. (Es waren auch natürlich angenehme Ausnahmen dabei).
Das hat sich aber eingeprägt: Was will dieser Titel, außer mir die Fähigkeit zu attestieren, das ich eine Firma leiten kann eigentlich noch? Für mich, der auch einen Hintergrund im Bereich japanischer Kampfkunst habe, ist der Begriff Meister etwas besonderes. Jemand der meisterlich sein Handwerk / Kunst beherrscht.. Die Pappnasenbande dort von der HWK hatte mit diesem Begriff leider gar nichts zu tun.
Dann habe ich bei Hengstenberg als Instandsetzungs /haltunsschlosser gearbeitet. Dort waren nahezu alle Meister... und haben einen Gesellenlohn bekommen.
 
Im weiteren Berufsleben habe ich diverse Leute miterleben können / müssen die Meister sind.... und auf diese bezogen.. möchte ich kein Meister sein.
 
Dann wollte ich meine Schmiede bei der HWK anmelden.... Geht nicht.. muß man Meister sein............... Ich habe die Messermacherei dann eben angemeldet.
Vorher habe ich aber noch dem Innungsmeister (Schmiedemeister) hier das Feuerschweißen und härten gezeigt!
Der Gipfel der Frechheit war dann als die HWK mich kurze Zeit später anrief, ob ich nicht bei der langen Nacht der Museen vor Ihrer Bude schmieden vorführen wolle... Sie hätten keinen mehr der das könnte!
 
Weiterhin habe ich die Befürchtung das die HWK den Titel, der ja eben mittlerweile eher nur noch eine Hülle ist, auch bald gegen die EU aufgeben wird / muss.
 
 
Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema und soll einfach nur verdeutlichen... warum ich etwas "verschnupft" auf die Bezeichnung "Meister" reagiere.
 
Also nimms mir bitte nicht krumm,
 
aber ich bin kein Meister
 
Gruß
 
Lutz
 

Es ist sinnlos zu sagen: Wir tun unser Bestes. Es muss dir gelingen, das zu tun, was erforderlich ist.

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Hacheschmied

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Re: Ambosse

from Hacheschmied on 07/16/2019 06:22 AM

Hallo,
 
1. Bin ich kein Meister (und wenn ich mich bei mir in der Firma umgucke, möchte ich auch lieber nicht so bezeichnet werden... )
2. Bin ich auch kein Ambossschmiedeprofi.. ich schmiede sie halt öfter.
 
Ich habe die Ambosse tatsächlich in Öl gehärtet um schon einmal nicht so ein scharfes Härtemedium zu wählen. Hier dann auch erst die Bahn und Hörner... danach ganz untergetaucht. Alleine durch die Restwärme wird schon einiges an Härte wieder gegangen sein... allerdings, wie Fred schon richtig bemerkt hat, sind die Hörner der Knackpunkt.. denn die erwischen keine Restwärme mehr.. deshalb.. tatsächlich ab in den Ofen... auch mit 220°...
 
Ein Horn darf eher verbiegen als abbrechen.. ist meine Meinung.. außerdem.. wenn man auf so ein Hörnchen dort mal wirklich einen Durchmesser glühend bearbeitet.... glaube ich wird das Hörnchen sehr schnell, sehr hoch angelassen..
 
Gruß
 
Lutz

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Hacheschmied

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Re: Neue Kastenmaulzange

from Hacheschmied on 07/14/2019 06:42 AM

20x20x200 ;) die Zangenschenkel, wie auch das komplette Mauls sind aus einem Stück

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Neue Kastenmaulzange

from Hacheschmied on 07/13/2019 08:36 PM

Heute habe ich aus der Notwendigkeit heraus mir eine größere Kastenmaulzange geschmiedet.
20190713_163917.jpg
 
Ausgangsmaterial waren für die Schenkel 20x20x200 C45. Mit dem Recksattel habe ich den Großteil der Zange auf dem Parx geschmiedet. Dadurch das ich nur im Bär den Recksattel hatte, konnte ich sehr gut einseitig absetzen, was ja fürs Zangenschmieden super ist.
 
Generell ist es eine recht leichte, angenehme Zange geworden, die ich wohl häufig zum Amboss oder Axtschmieden brauchen werde.
 
Gruß
 
Lutz

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Re: Ambosse

from Hacheschmied on 07/13/2019 08:13 PM

Moin,
 
heute sind die Ambosse fertig. Geschliffen gehärtet poliert
 
20190713_182957.jpg
 
20190713_183154.jpg
 
Gruß
 
Lutz

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Ambosse

from Hacheschmied on 07/06/2019 07:24 PM

Heute hatte ich wieder einmal Besuch vom "Freireisenden" Fred.
 
Wir haben allerlei gefachsimpelt über die Herstellung von Schnitzmessern und auch hierfür ein paar Werkzeuge gebaut. Naja.. und da der Parx ein wenig gelangweilt in der Ecke stand.. habe ich dann noch, mit Freds Hilfe, 3 Ambossrohlinge geschmiedet
 
20190706_130024.jpg
Hier 2 Rohlinge vor dem Spalten
 
20190706_151140.jpg
 
nach dem Spalten, Stauchen und Ausschmieden
20190706_173909.jpg
 
20190706_173923.jpg
 
20190706_173859.jpg
 
Das Klima in der Schmiede scheint auch die Vermehrung der Ambosse zu beeinflussen.....
 
20190706_165606.jpg
 
Ein erfolgreicher, schöner Schmiedetag!
 
Gruß
 
Lutz

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Re: Neuer Doppelblasebalg

from Hacheschmied on 07/02/2019 11:42 PM

Hallo Lenni,
 
ja, theoretisch gebe ich Dir ja recht mit den Funktionsstörungen, ABER ich habe die Erfahrung in recht langen Benutzen der Bälge gemacht das ich diese Probleme nicht habe, ABER das kann ja natürlich benutzerabhängig sein.
 
Dein "Hörensagen" würde mich interessieren ob dieses auch durch Quellen, respektive, Funde belegt ist. Mir ist leider kein Fund eines Blasebalgs bekannt, ABER ich weiß eben auch nicht alles, bzw. kenne auch nicht jeden Fund. Allerdings ist bei den verwendeten Hölzern für Möbel etc. Eiche eben vorreitend, was nicht heißen soll das andere Hölzer nicht verwendet wurden.
 
Um ABER auf deine Diskussion in Sachen Gewicht einzusteigen: Mein Balg ist mit Sicherheit sehr viel leichter als der von Dir gezeigte.Dieser ist von der Optik und der höhe seines Auszugs auch schon recht dicht an der einen Abbildung (Sigurdsaga) bei der man recht gut auch genau diese Handhabung erkennen kann.
 
Die Idee mit dem vernähen finde ich interessant.. ob diese nun belegbar ist steht auf einem anderen Blatt, da mir eben keine Funde bekannt sind von Bälgen. Allerdings wage ich zu bezweifeln das der Preis für die paar Gramm Nägel einen Schmie abgeschreckt hätten. Dieses als Argument anzuführen finde ich etwas weit hergeholt. Ein Blasebalg war alleine durch den Fertigungsaufwand kein billiges Gerät. Ich bin hier auf die Rohhautstreifen gegangen, da diese auch recht Wartungsfreundlich sind... Zudem dichten sie hervorragend ab.
 
ABER: Ich muß Dich nicht von meiner Konstruktion überzeugen. Sie funktioniert, ABER wenn Du anderer Meinung bist, ist das für mich in Ordnung! Ich habe 5 Bälge gebaut, und die vorläufige Quinnessenz daraus ist dieser Balg.
 
Gruß
 
Lutz
 
PS. Du solltest Dir vielleicht einmal Gedanken machen um die rethorische Verwendung von "ABER"

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Reply Edited on 07/02/2019 11:43 PM.

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Re: Neuer Doppelblasebalg

from Hacheschmied on 07/01/2019 05:47 PM

Hallo Lenni,
naja.. meine ersten Bälge hatten auch oben den Lufteinlass.... und die in Ribe auch.. allerdings wurden beide Umgebaut... denn ... Laub kann man wegfegen, bevor man seine Esse anschmeißt... die Schwerkraft wirkt aber immer... von daher hat man einen höheren Wirkungsgrad.
Naja.. so schwer ist Eiche nun auch nicht.. aber es wurden im Frühmittelalter recht wenig andere Hölzer benutzt... 
Gruß
Lutz

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Neuer Doppelblasebalg

from Hacheschmied on 06/30/2019 08:37 PM

Hallo,
 
da ich die Größe meiner mittelalterlichen / frühmittelalterlichen Schmiede verkleinern möchte, war es nötig auch einen neuen Blasebalg zu bauen. Das Augenmerk von mir lag dabei auf den Punkten:
 
-mögliche Konstruktion
-mögliches Material
-größtmögliche Leistung
-kompakte Bauform
-geringes Gewicht
 
20190630_132603.jpg
 
hier ist das Ergebnis.
 
Der Balg (bzw. die 2 Bälge) bestehen aus folgenden Materialien:
 
-Eichenholz (für den Windkasten, und die Deckel)
-Fichtenholz (für die Innenrahmen)
-Kammzwecken (für die Nagelungen)
-Bronzeblech (als Unterlegscheiben für die Ventile
-Leder (Elch und Ziege)
-Buchenholz (für die Düse)
-Rinderrohhaut (für die Nagelung)
-Messingrundstange (als Schanier)
-Apfelholz (als Handgriffe)
 
20190620_122305.jpg
 
Das Einlassventil des Balges, ist, wie man hier gut erkennt, im unteren Deckel. Das Ventil ist mit einem Holzkeil (als Gewicht) verleimt.
 
20190620_122302.jpg
 
Die Einzelbälge wurden nach der Fertigung mit Leisten aneinandergefügt. Somit ist aus den 2 Bälgen in der Düse dann eine Einheit geworden. Abwechselnd werden nun die Bälge gepumpt um einen kontinuierlichen Luftstrom zu erzeugen. Der Balg wartet noch auf seinen finalen Test.. aus der Erfahrung heraus würde ich aber jetzt sagen.. er wird alle Schmiedetechniken ermöglichen..
20190630_132628.jpg
 
20190630_132613.jpg
 
20190620_122134.jpg
 
20190620_122148.jpg
 
20190630_132636.jpg
 
Ich freu mich schon auf eine Probefahrt mit meinem Neuen.
 
Gruß
 
Lutz
 
PS. Einen Bauplan gibt es nicht.

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Hacheschmied

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Re: Lochplatte Drehgestell

from Hacheschmied on 06/30/2019 08:00 AM

Wow,
 
Du siehst mich ein wenig neidisch! So eine Gesenkplatte ist mir auch mal durch die Lappen gegangen... sehr schick dein Drehgestell. Aus einem alten Lehrbuch kenne ich auch Abbildungen von solchen Gestellen, da ist dann noch ein Federraster angebracht, den entweder in dem Waagerechten oder Senkrechten Schlitz (im Lager liegend) eingreift um ein ungewolltes verdrehen zu verhindern. Wie hast Du bei Dir das Problem gelöst?
 
Gruß
 
Lutz

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