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Willi

23, Männlich

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Re: Schicker Amboss, aber warum is der Stauch auf der anderen Seite??

von Willi am 16.08.2018 09:48

Das ist die schweizer Form.

Ok, das wusste ich zum Beispiel nicht.  Ein Amboss in schweizer Form ist also ein Süddeutscher mit dem Stauch auf der Meisterseite?
Die neueren Amboße mit schweizer Form sind in etwa so hart bzw. weich wie die böhmischen.

Ähh, ich glaube nicht, dass man die Härte eines Ambosses an seiner Form festmachen kann....
Gruß
Willi

Jedes Werkzeug ist es wert von einem selbst hergestellt zu werden.

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Willi

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Re: Projekt Hydraulik Presse

von Willi am 15.08.2018 16:35

Dann seid aber immerhin fair genug zum Kollegen Dragonfire und gebt ihm mal  ein paarTipps, wo er sich Hilfe von den Fachleuten holen kann, die hier so dringend angeraten werden.
So wie ich das nämlich verstehe sieht Dragonfire schon ein, dass er keine Ahnung von Hydraulik hat und fragt daher ja auch um Hilfe. Ich kann verstehen, dass man bei solch einem Projekt möglichst viel selbst machen will und sich über konstruktive Ratschläge dazu freut, wo man einen Experten ran lässt und was man in die eigene Hand nimmt.
Außerdem macht sich ja niemand für irgendwas haftbar wenn er sein Wissen teilt.
Ich persönlich würde mich da also über Sätze freuen wie: "Ich weiß, dass dieses und jenes gilt, würde mir aber an dieser und jener Stelle einen Experten dazu holen. Den findest du am ehesten da und da."
Ich hoffe ihr versteht was ich meine, aber Dragonfire wird sich eine Presse bauen wenn er das will, egal was ihr sagt.
Gruß
Willi

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Willi

23, Männlich

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Schicker Amboss, aber warum is der Stauch auf der anderen Seite??

von Willi am 15.08.2018 15:26

Hallo zusammen,
habe beim Stöbern den hier gefunden: Klick
An sich ein sehr schöner Amboss, aber für, mich hat er den Stauch auf der "falschen" Seite. Der Preis ist finde ich auch in Ordnung für den top Zustand!
Nun frage ich mich aber, wer war denn da besoffen und hat den andersrum drangesetzt?
Ich habe schon davon gehört, dass bei Ambossen ohne Voramboss der Stauch auf die andere Seite gesetzt wird und der Amboss damit zum Linkshänderamboss wird.
Nun hat dieser hier einen Voramboss und es macht überhauptkeinen Sinn für einen Linkshänder sich auf die andere Seite zu stellen.
Die einzige Idee, die ich hätte is folgende: Der Stauch ist auf der Seite des Schmieds, damit dieser sich beim Stauchen nicht über den Amboss beugen muss. Dafür aber der Zuschläger, sofern er beim stauchen mithilft.
Vielleicht wurde der Amboss für einen einsamen Schmied gefertigt, der wusste, dass er eh immer alleine arbeiten würde.
Aber schießt mal los, vielleicht habt ihr ja Ideen!
Gruß
Willi
PS: Falls jemand an dem Amboss interssiert ist, ruhig zuschlagen. Ich halte ihn für einen guten Fang und würde ihn mir wahrscheinlich selber kaufen, wenn ich nicht genau so einen (mit Stauch auf der "richtigen" Seite) schon hätte.

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Willi

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Re: Fester Dorn muss weg.

von Willi am 06.08.2018 11:15

Andere Tipps werden Dir wenig helfen, mit dem Abtrennen hast Du die Sache "verschlimmbessert" und Deine Chancen deutlich verschlechtert es alleine zu schaffen. Das Thema wird nach 2 Monaten und mehr als 30 Antworten (es waren auch welche dabei die bei richtiger umsetzung geholfen hätten) schon langsam etwas langeilig, hättest Du z. B. meinen Rat angenommen wäre die Sache schon erledigt. Es ist wohl ähnlich wie beim Zähneziehen, wenn man selbst schon vieles alleine probiert hat wird es für den Profi nicht einfacher.

@Kunstschlossernussbach:
Zu allererst: Wenn dich ein Beitrag langweilt, dann lies ihn nicht. Oder schreib halt selber Beiträge über für dich interessanteren Themen.
Ich kann es ehrlich gesagt nachvollziehen, dass man so einen Dorn nicht von heut auf morgen raus hat. Bosco wird sicher nicht jeden Tag 8 Stunden an dem Dorn arbeiten und von daher ist es ok wenn er immer wieder was ausprobiert, wenn er die Geduld und Zeit dafür hat und dann auch nochmal nachfragt wenn etwas nicht klappt.
Zu deinem Rat, er solle ihn zu einem Schlosser bringen:
Was soll denn deiner Meinung nach der Schlosser mit dem Amboss tun? Der Schlosser kocht ja wie jeder andere Handwerker  auch nur mit Wasser. Ich habe nicht den Eindruck, dass es bei Bosco an der Ausrüstung, im Sinne von Bohrmaschine etc., scheitert. Also kann er sich das Geld auch sparen und den Dorn selbst rausholen. Dann lernt er auf dem Weg auch einiges mehr
@Bosco:
Mein persönlicher Tipp:
Wie schon von den anderen beschrieben: aufbohren, meißeln, dort wo du rein kommst sägen, dann ist er früher oder später raus
Viel Erfolg!
Gruß
Willi

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Willi

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Re: Feuerverschweißen

von Willi am 06.08.2018 10:55

Feuerschweißen geht mit allem...
Wie die anderen schon beschrieben haben kommt es ein bisschen darauf an was du schweißen willst. Bei C-Stählen und Damast würde ich eigentlich immer Borax empfehlen.
Baustahl kannst du mit allem möglichen schweißen. Nimm Sand oder den Dreck vom Boden, oder auch einfach ganz ohne Flussmittel.
Wichtiger als das Flussmittel ist dann die Feuerführung. Wenn du es schaffst dein Feuer gut zu führen und sauber zu halten, dann kannst du die Hitze sehr genau konzentrieren und sauber schweißen.
Und dann natürlich noch die wichtigste Regel beim Feuerschweißen beachten:
Üben, üben, üben....
Gruß
Willi

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Willi

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Re: Grabmal für einen Körperspender - Ein Studienprojekt

von Willi am 31.07.2018 13:54

Hallo Johannes,

jetzt komme ich endlich auch mal dazu dir eine Antwort auf deinen Beitrag zu schreiben:
Gratulation für diese tolle Arbeit!!

Ich finde du hast dir da ein sehr interessantes Thema rausgesucht und die Sache toll umgesetzt.

Ich muss sagen wenn ich die Arbeit auf einem Friedhof sehen würde, wüsste ich nicht direkt dass es sich um ein Mahl für Körperspender handelt, aber das ist ok.
Ich finde auch generell zum Thema Tod/Friedhof würde die Arbeit passen. Der Bezug zur Körperspende ist sozusagen eine Erweiterung.
Der Kontrast zwischen den beiden Teilen der Skulptur löst bei mir verschiedene Assoziationen aus. Etwas das sich löst und in eine andere Welt übergeht. Oder aber auch etwas was nach dem Tod bleibt und auf seine Art fortbesteht. Hier könnte man neben dem Lebenswerk was jemand Geschaffen hat, einer (Körper-)Spende, oder Erinnerungen usw. tatsächlich auch an die Knochen denken, die übrig bleiben und fortbestehen. Die klaren genieteten Streben als Knochen die übrig bleiben während das (Rost-)rote Fleisch langsam verschwindet.

Ich hab tatsächlich lange vor den Bilder gesessen und mich in die verschiedenen Richtungen mal reingedacht. Die klare ruhige Formensprache gefällt mir gut im Zusammenhang mit dem Tod.


Also vielen Dank fürs Zeigen!

Und ich seh schon, ich muss dich da oben mal besuchen kommen. ;)

Gruß
Willi

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.07.2018 14:00.

Willi

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Re: Regionaltreffen Freudenberg 2018

von Willi am 03.07.2018 13:50

Hallo zusammen,

ich werde es auch leider nicht schaffen. Ich sitze zur Zeit an meiner Bachelorarbeit und hab zu viel zu tun als dass ich mir den ganzen Sonntag frei nehmen möchte.

Ich wünsch euch ein schönes Treffen und hoffe nächstes Jahr wieder dabei zu sein!


Gruß
Willi

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Willi

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Re: Erfahrungen mit Brünieren von Maschinenteilen

von Willi am 27.06.2018 11:26

@Felix:
Genau das mein ich! Neben dem Schutz der Klinge hat das Schwarz einen unheimlichen optischen Reiz!
Sehr schönes Messer!

Ich hab auf der Arbeit mehrere Teile mit der Schnellbrünierung behandelt und auch bei blitzblanken (z.T. gesandstrahlten) Teilen hab ich immer wieder das Problem gehabt, dass man die Pinselstriche vom einpinseln sah. Daher mein Gedanke der Tauchbrünierung.
Aber du scheinst ja sehr gute Ergebnisse damit zu erzielen. Irgendeinen Tipp?
Was nimmst du zum Entfetten? Bremsenreiniger?

@Mario:
Das ist schonmal ein sehr hilfreicher Tipp! Danke!!

Gruß
Willi

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.06.2018 11:26.

Willi

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Erfahrungen mit Brünieren von Maschinenteilen

von Willi am 27.06.2018 09:10

Hallo zusammen,

da ich mir letztes Jahr eine komplette Zerspanungswerkstatt neben meiner Schmiede eingerichtet hab (Drehbank, Fräse, Ständerbohrmaschine, Stoßhobel,....) gehen zur Zeit auch immer mehr Zerspanungswerkstücke durch meine Hände.
Teilweise auch Kombis aus vorgeschmiedeten Teilen, die dann spanend weiter bearbeitet werden. Das sind immer die schönsten ;)
Nun bin ich auf der Suche nach einer zuverlässigen Brünierung für Stahl. Zum einen weil es einfach professioneller aussieht, zum anderen weil einiges halt einfach sofort anfängt zu rosten.
Aber auch brünierte Messerklingen machen sehr viel her. Kann sehr edel aussehen, ich hab da einige interessante Stücke auf der diesjährigen Messermachermesse in Solingen gesehen und wollte damit mal ein bisschen rumspielen ;)

Meine Frage: Hat jemand gute Erfahrungen mit einer bestimmten Brünierung gemacht?
Ich würde für meine Zwecke am ehesten eine Tauchbrünierung verwenden, da eine Streichbrünierung (finde ich) nie ganz gleichmäßig wird.

Auf Ebay hab ich diese hier gefunden:
Klick

Klick

Klick

Bei denen bin ich mir z.B. nicht sicher ob man sie noch mit Wasser ein wenig verdünnen kann (und zum Ausgleich die Teile länger drin lässt?).
Es gibt auch immer sehr unterschiedliche Gebinde zu kaufen, welche oft nich reichen wenn man Bauteile verschiedener Größen brünieren will und eben wirklich tauchen will.
Oder kann man sich einfach die kleinen Miniflaschen z.B. von Ballistol kaufen und diese beliebig verdünnen?!?

Außerdem gibt es zum Teil erhebliche Preisunterschiede bei denen ich mir auch nie sicher bin worin sie begründet sind.

Also wenn jemand Erfahrungen mit dem Thema hat würde ich mich freuen!

Gruß
Willi

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Willi

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Re: Mein Untersetzer für mein Peddinghaus 50kg

von Willi am 26.05.2018 15:34

Hallo zusammen,

mit diesen Regeln wäre ich immer sehr vorsichtig!!!
Das ist meistens irgendwas was irgendwer irgendwo von irgendwem gehört hat.

Viel wichtiger als diese albernen Regeln mit dem männlichen Gemächt oder Faust auf den Amboss usw. ist eine gesunde Haltung.

Die Regel mit der Faust kommt daher, dass viele denken wenn man den Hammer schwingt muss man den gesamten zur Verfügung stehenden Weg ausnutzen und daher soll der Hammer da aufkommen wo der Arm komplett gestreckt ist.
Klingt erstmal einleuchtend, aber ist nicht ganz richtig. Der Mensch neigt beim Hämmern von Natur aus dazu den Arm nie ganz durchzustrecken! Zum einen weil dann das anheben des Hammers wieder viel anstrengender ist und zum anderen weil der Ellenbogen das auch nicht lange mit macht immer voll gestreckt zu werden.
Als Resultat passt man sich dem Amboss an. Wenn er also auf "Fausthöhe" steht, dann beugt man sich automatisch leicht vor um näher dran zu sein.
Habe ich bei mir selber und auch schon bei vielen anderen beobachtet.
Meiner Meinung nach ist es das wichtigste beim Schmieden aufrecht zu stehen und sich nicht den Rücken krumm zu arbeiten. Und da landet meiner Meinung nach jede dieser Faustregeln zu tief.
Solche Regeln können eine Orientierung bieten, aber am Ende muss sich jeder seinen Amboss so aufstellen dass er gut daran arbeiten kann.
Wer viel mit Zuschläger arbeitet sollte auch hier Rücksicht nehmen. Die optimale Höhe für den Zuschläger liegt gerade bei schweren Arbeiten etwas tiefer als für den Schmied. Also im Idealfall mehrere Ambosse aufstellen oder für den Zuschläger eine Palette o.ä. auf den Boden legen.

Ich bin gerade mal durch meine Werkstatt gegangen und hab alles mal ausgemessen. Zum Vergleich: Ich bin 190cm und hab aber auch ziemlich lange Arme.
Mein "Hauptamboss" an dem ich am meisten Schmiede (Süddeutsche Form 150kg) steht mit der Bahn 92cm über dem Fußboden. Ich kann daran gut arbeiten ohne zu ermüden, arbeite ergonomisch und alles bis zu einem Querschnitt von 30mm bearbeite ich darauf.

Mein Zweitamboss (Norddeutsche Form 300kg) steht auf 86cm Bahnhöhe. Hier wird alles schwerere bearbeitet und hier arbeite ich auch mit Zuschläger.

Mein "Feinamboss" (Kirchenfensteramboss 100kg) wird für alles kleine und feine benutzt und steht direkt neben dem Feuer. Bahnhöhe 97cm.

Zu guter letzt: Meine Lochplatte hat die Bahn auf 80cm Höhe. Und siehe da, hier würde die "Faustregel" bei mir passen (was aber zum Teil an meinen langen Armen liegt).
Eine Axt lochen oder ein Gesenk stauchen ok, aber dauerhaft auf dieser Höhe schmieden wäre für mich völlig untauglich!


Lange Rede kurzer Sinn, jeder muss ein wenig ausprobieren und austesten was für ihn am besten ist. Körperbau, Größe, Armlänge spielen alle eine Rolle.

Mein Tipp an Martin:
Stell den Amboss auf den 70cm Klotz, dann bist du bei 91cm. Das dürfte für deine 185cm vielleicht passen.
Wenn du irgendwann merkst, dass er dir zu hoch ist, dann kannst du ihn immernoch abschneiden und tiefer setzen.


Gruß
Willi

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.05.2018 15:35.
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