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Ich stelle mich so vor,

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EdgarDerSch...

17, Männlich

Beiträge: 570

Re: Ich stelle mich so vor,

von EdgarDerSchmied am 15.01.2017 09:56

Danke Tommi und Maryam, das war was ich wissen wollte... sehr schön fachlich fundiert.
Ich hör dann jetzt mal auf, deinen Vorstellungsthread ins OffTopic zu leiten
VG, Edgar 

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unsel

54, Männlich

Moderator Rennofen

Beiträge: 431

Re: Ich stelle mich so vor,

von unsel am 15.01.2017 20:19

Hallo Maryam,
Danke für deinen Beitrag.

Ich wüsste gerne den Unterschied zwischen Kompressions und Druckfestigkeit.
Du erwähnst, immer wieder Damast-Stahl.
Das ist Interessant. Wie du weisst gibt es hier einige wahre Meister in Sachen "Damast".

Womit du uns und möglicherweise dir delbst einen Spass machen könntest, wären Versuche nach Wissenschaftlichen Kriterien, von verschiedenen Stählen im Verbund wie z.b. die typischen Kombinationen 1.2842/1.75Ni8 oder 1.2842/1.2767 etc. mit ihren möglichen Wärmebehandlungen.
Möglicherweise wären Luppenstähle ebenfalls wert getestet zu werden.

Ich bin mir sicher solltest du dich darauf einlassen , dass du die benötigten Probestücke gerne zugesand bekommst.

Gruß Rom.

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Tommi

39, Männlich

Beiträge: 294

Re: Ich stelle mich so vor,

von Tommi am 15.01.2017 22:17

Danke Unsel fürs Verschieben.

Ich habe mir noch ein paar Gedanken gemacht.
Wenn ich die einfachste Variante eines Schweissverbundstahls betrachte mit 3 Lagen, wobei die Aussenlagen ein zähharter und die Innenlage ein eher spröder aber schnitthaltigen Stahl bildet.
Zum Vergleich nehme ich 2 Stücke mit gleicher Dicke aus jeweils den Einzelkomponenten. 

Gedanklich spannen wir das eine Ende in den Schraubstock, an das andere Ende hängen wir eine Zange und biegen das Stück.
Jetzt wachsen die Biegespannungen bis wir den Punkt der Streckgrenze erreichen, lassen wir los federt der Stahl in seine Ursprungsform zurück. Überschreiten wir sie bleibt eine Formänderung bestehen.
Gehen wir noch höher kommen wir an den Punkt wo wir die Bruchspannung erreichen, das Teil bricht.

Jetzt kommen wir zum Unterschied zwischen den beiden Stählen.

Der spröde Stahl legt auf das Achse der Dehnung auf dem Spannungs Dehnungs Diagramm nur eine kurzen Weg zurück, Streckgrenze zu Bruchspannung liegen dicht beieinander, das nennt sich Bruchdehnung. Es reichen zwischen anfangender Verformung und Bruch nur wenige Winkelgrad, das Teil versagt schlagartig.
Der zähe Stahl hingegen hat eine größere Bruchdehnung, der Abstand zwischen beginnender Verformung zu Bruch ist größer als beim spröden Stahl. Diesen Stahl kann man weiter biegen, er bricht nicht sofort aber verformt sich stärker.

Die nötige Kraft um den Stahl dauerhaft zu verformen ist jeweils von der Streckgrenze abhängig, meist liegt die des zähen Stahles unterhalb der des spröden Stahles, das gleiche gilt für die Bruchspannung. 

An der Außenseite sind bei der Biegung die Spannungen größer als innen.
Wenn ich jetzt den zähen Stahl nach aussen lege schützt er die spröde Innenlage somit vor schlagartigem Bruch, allerdings wird das Messer krumm.

Stabiler wird das Messer dadurch kaum, das macht man durch Materialstärke oder durch Materialien mit höheren Streckgrenzen.  

Die Aufschrift "nicht brennbar" ist keine Herausforderung 

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Feuerkaefer

56, Männlich

Beiträge: 560

Re: Ich stelle mich so vor,

von Feuerkaefer am 16.01.2017 07:27

Ich glaube hier wird einiges nciht beachtet. Beim Feuerschweißen also damastzieren wandern die Legirungsteile vom einen zum anderen Stahl. Es entsteht jakein Marmorkuchen mit Schokolade und Vanille sondern ein einheitliches Gemisch wobei der Kohlenstoff relativ schnell wandert sind einige andere Legirungsbestandteile eben langsam Mangan, Crom und Nickel.
Früher als man noch nicht die Legierungen kontrollieren konnte wurde so aus 2 verschiedenen Stählen eben ein relativ homogener Stahl. bei mehreren Hundert lagen ist die homogenität fast vwie ein Monostahl. So das wir aus z.B einem C45 und einem c105 ca. einen C60 herstellen. Das sollte das ganze Geheimniss vom Damast sein. genauso verhält es sich mit den Legirungsbestandteilen.
Ein Monostahl ist somit eigentlich immer reiner (Da im Werk unter Top Bedingungen Hergestellt) als ein Damaststahl.
Hat man aber keine Möglichkeit wie Früher zu Damastzener Zeiten dann war das die einzige Möglichkeit einen Stahl zu vergüten indem man ihm Faltet. So werden ja auch Luppen gereinigt durch mehrfach Faltungen und Verschweißung.
Ich hoffe dieser Post wirft mal einen Blick in eine  andere Richtung.

Schwingt den Hammer!
Gruß Martin

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.01.2017 07:28.

Tommi

39, Männlich

Beiträge: 294

Re: Ich stelle mich so vor,

von Tommi am 16.01.2017 10:21

Ich hatte schon erwähnt das ein hochlagiger Damaststahl in seinen Eigenschaften eher einem Monostahl entspricht.
Das die weiteren Legierungsbestandteile ausser dem Kohlenstoff, große Strecken wandern wurde in Untersuchungen, speziell für Nickel, nicht bestätigt. Messerforum

Wenn, dann erst wohl nach mehreren tausend Lagen und langen Verweilzeiten im Ofen.

Die Aufschrift "nicht brennbar" ist keine Herausforderung 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.01.2017 10:42.

Steffen

35, Männlich

Beiträge: 339

Re: Ich stelle mich so vor,

von Steffen am 10.03.2017 14:38

Gehen denn die übrigen Elemente überhaupt unterhalb des Schmelzpunktes in Lösung? C ist ja nicht Bestandteil des Gitternetzes sondern bewegt sich dazwischen, wenn ich das richtig verstanden habe.

Grüße aus dem Oberberg

Steffen

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