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Atemschutz

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Joemann

27, Männlich

Beiträge: 45

Re: Atemschutz

von Joemann am 11.01.2018 23:31

Was den ABEK Filter angeht muss ich dazu sagen, den benutz ich nur weil ich 2 Stk. hatte, weil ich mal einen mit Filterklasse A brauchte, für Trichlorethen.
Kaufen werde ich einen P1-P2 (?) Aufsatz für die Halbmaske sobald ich einen neuen brauche.
Ich schweiße in meiner Werkstatt auch öfter, habe aber keine gute Lüftung, dafür fehlt mir noch ein Lösung.
Schweiße dann vor dem offenen Fenster, das ist das Maximum.
Von den Staubmasken halte ich persönlich gar nichts. Mit Bart hatte ich da noch nie das Gefühl dass die wirklich dicht genug sind.
Zusätzlich bekomm ich auch den biegsamen Bügel bei der Nase nie so hin das er mich nicht stört.
Bei der Halbmaske kann man wenigstens ordentlich zuspannen

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c.baum

32, Männlich

Beiträge: 183

Re: Atemschutz

von c.baum am 12.01.2018 05:37

@Gravedigger

Meine Rede! Selbst für den hauptberuflichen Schmied würde ein simpler FFP3 Filter reichen, wenn er das Bedürfnis hat sich besser zu schützen. Hier kann man sicher drüber reden, ob man die billigen "Damenbinden" gegen vorgeformte mit dickter Dichtlippe ersetzt (gibt's schöne von Moldex) oder gar gegen Halbmasken (hier fahre ich total auf die von GVS ab)  tauscht. Alles andere ist wie Gummi drüber ziehen beim Selbermachen. 

@Joeman


Kaufen werde ich einen P1-P2 (?) Aufsatz für die Halbmaske sobald ich einen neuen brauche.

Nimm FFP3. Die reichen auch beim Schweißen, wenn du es nicht den ganzen Tag machst. 

@Crantius

Es geht beim Schleifen hauptsächlich um Siliziumkarbid und Aluminiumoxid. Beide verursachen Vernarbungen (Fibrose) in der Lunge, also verringertes Lungenvolumen im Endeffekt

Gefährliches Halbwissen. Du kannst durch Staub von Quarz bzw. dessen kristalliner Modifikationen Silokose bekommen. Von Asbest bekommt man Asbestose. Bei Siliziumcarbid und Aluminiumoxid passiert nichts anders als beim normalen Hausstaub. Denn wie gesagt, nicht jeder Staub kommt erstmal bis in die Alveolen. Und selbst dann ist der menschliche Körper sehr gut in der Lage, diesen auch wieder abzubauen, sonst wären wir alles schon längst tot. Bei Asbest und Quarz funktioniert das nicht, da diese besondere Eigenschaften haben, bei denen die körpereigene Reinigung nicht funktioniert. Bei allen anderen gibt's kaum Probleme. 

Macht euch nicht verrückt!!! Es ist sehr löblich, dass ihr euch mit dem Gedanken des Arbeitsschutzes auseinandersetzt. Aber man muss nicht viel Geld für Maßnahmen ausgeben, bei denen man mit Kanonen auf Spatzen schießt ;)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.01.2018 06:31.

Steffen

35, Männlich

Beiträge: 403

Re: Atemschutz

von Steffen am 12.01.2018 07:55

Ich finde das Thema sehr spannend und würde deshalb gern noch ein bis zwei Dinge erfragen (wo gerade ein Sachkundiger schreibt):

1. Wie oft oder lange kann man eine Maske oder einen Filter nutzen und woran erkenne ich, dass er zu ist? Bei den Preisen für FFP3 werf ich in der Regel so schnell nichts weg.
2. Eine Schweißrauchabsaugung werde ich mir nicht leisten, aber vielleicht irgendwann eine einfache Luftabsaugung für Stäube und ähnliches. Wie das an stationären Maschinen aussieht, hab ich schon gesehen. Aber gibt es auch Möglichkeiten für Flexarbeitsplätze? Oder hilft da nur nachträglich gründliches Saugen?

Grüße aus dem Oberberg

Steffen

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c.baum

32, Männlich

Beiträge: 183

Re: Atemschutz

von c.baum am 12.01.2018 10:04

@Steffen

zu 1) Du meinst sicher die maximale Haltezeit, bis die Maske voll ist. Das entscheidet der Benutzer. Wenn aber nichts mehr durchgeht, die Maske schwarz ist und du mehr durch den Rand ziehst als über den Filterstoff, dann solltest du sie wechseln. Wichtig ist, dass die Maske in der Bezeichnung ein "R" vorkommt (R = reusable), sonst darfst du sie nicht wiederverwenden (enpspr. dann NR = non-reusable). Also irgendwie heißen die dann DIN EN 14 387 P3 R oder so. 

Zitat aus der entsprechenden BG Regel: "...Wird der Atemwiderstand z.B. durch Staubeinspeicherung oder Feuchtigkeit (...) zu hoch, (...) (ist) das Partikelfilter (...) zu wechseln. Erfahrungen haben gezeigt, dass sich mit zunehmendem Atenwiderstand die Leckage zwischen Gesicht und Maske erhöht. ..."

Als Arbeitnehmer müsstest du dann noch auf Tragezeitbegrenzungen und Pausen achten. Das trifft ja aber für Hobbyisten nicht zu. 

zu 2) Absaugungen für Flexarbeitsplätze gibt es viele Konzepte. Am besten saugst du immer an der Stelle der Entstehung ab. Hier gibt es Konzepte von Bosch und anderen (leider nur für Farben, Lacke, Holz etc), habe ich aber auch schon als Eigenkonstrukt dann für Stahlbearbeitung gesehen. Wird natürlich wieder ein Werktattstaubsauger benötigt. Ansonsten finde ich das System wie in diesem Video ganz nett. Wobei die Filtermatte aus der Dunstabzugshaube vllt nicht unbedingt für Metallstäube geeignet ist.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.01.2018 10:06.

Steffen

35, Männlich

Beiträge: 403

Re: Atemschutz

von Steffen am 12.01.2018 17:15

Danke!

Grüße aus dem Oberberg

Steffen

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