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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Geschrieben von EmKey am 8. Juni 2017 08:46 Uhr

    

Hallo Liebe Profi- und Hobbyschmiede,

 

Hallo alle die es werden wollen (so wie ich),

Ich möchte die Möglichkeit die mir hier gegeben wird nutzen, um euch teilhaben zu lassen.
Teilhaben an meiner Entwicklung, meinem Aufbau, dem Anfang der Erkundung einer früheren Zeit.

Ich versuche wie viele von euch durch den Einsatz geringster Mittel ein Maximum an handwerklicher Leistung zu erbringen.

Im Folgenden werde ich euch die Entstehung und Umsetzung einer Idee mit vielen glücklichen Umständen durch sehr viele tolle Menschen in meiner Umgebung schildern, die mich in meinen Interessen und Handeln sehr unterstützen.

Alles begann in meiner Lehrzeit. In meiner Ausbildung zum Metallbauer durchlief ich in der Lehrwerkstatt einen 14-Tägigen Schmiedelehrgang. Trotz des Gasofens bedeckt mit Keramikchips war ich von der ersten Sekunde an fasziniert. Fasziniert vom Feuer, vom Glühenden Stahl, davon wie einfach sich der Werkstoff in viele verschiedene Formen verändern lässt und vom Klang des Ambosses. Besonders beeindruckt war ich von der Ausstrahlung des Meisters. Ein nicht sehr großer dafür umso breiter älterer Typ welcher eine Ruhe abgab die fast schon beängstigend war. Allein vor den riesigen Händen komplett mit Hornhaut überzogen hatten wir alle großen Respekt. Er brachte uns viel bei und er schürte in mir die liebe zu diesem Beruf.


Ich denke oft an diese Zeit zurück.


Später waren wir zu Besuch bei einem der letzten echten Schmiede hier in unserer Nähe. Er zeigte uns seine Werkstatt. Eine alte düstere Werkstatt mit Kohleesse, Amboss und Federhammer. Ich vernahm einen Geruch. Den Geruch von Kohle, Ruß und Stahl. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Da Stand der große Mann hinter seinem Amboss, weiße Haare und Lederschürze. Er zeigte uns ein paar Tricks und Kniffe und wie man mit wenigen Schlägen einen Nagel formt. Zum Abschluss gab er uns ein Bilderbuch in dem viele seiner Arbeiten festgehalten waren. Er erklärte uns in groben Zügen wie er Damaststahl herstellt und wofür er ihn weiterverarbeitet.


Ab und zu sehe ich den Schmied durch meinen aktuellen Beruf wieder. Wir reden manchmal kurz, doch meist sehe ich ihn nur von weitem. Ich sehe ihn an und bin beeindruckt.


In meiner Meisterausbildung durfte ich dann nochmals in meine alte Lehrwerkstatt. Es galt für die Prüfung zum Metallbaumeister einen Zirbel und eine Torsion in ein 25er Vierkant einzubringen welches anschließend neben einigen Dreh und Frästeilen in einen Rahmen eingeschweißt wurde.


In dieser Zeit prägte sich der Entschluss, dass mit dem Ende der Ausbildungszeit nicht das Ende mit dem Kontakt des Schmiedehandwerkes erreicht werden dürfe.


Ich wollte mir also eine Hobbyschmiede aufbauen. Nichts großes, einfach nur zum Schmieden. Erfahren wie vor hunderten von Jahren bereits Metall in alle erdenklichen Formen und Gegenstände umgewandelt wurde.


Und für alle die mit mir diese Reise unternehmen wollen ist dieser Blog.

Bis bald.

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